Basketball-Bundesliga : Alba Berlin siegt beim Comeback von Niels Giffey

Nationalspieler Niels Giffey kehrt nach monatelanger Verletzungspause zurück ins Team, Alba Berlin schlägt Phoenix Hagen locker mit 108:72.

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Alba Berlin gewinnt mit Niels Giffey gegen Phoenix Hagen. (Archivbild)
Alba Berlin gewinnt mit Niels Giffey gegen Phoenix Hagen. (Archivbild)Foto: imago

Die beste Nachricht gab es am Ostersonntag schon vor Spielbeginn. Erstmals seit Monaten joggte beim Aufwärmen Alba Berlin Flügelspieler Niels Giffey in seiner knallgelben Basketball-Arbeitskleidung übers Feld, anstatt in Zivil am Spielfeldrand zu sitzen. „Niels ist voll belastbar, er wurde lange aufgebaut, ist schmerzfrei und hat diese Woche das komplette Trainingsprogramm mitgemacht“, sagte Co-Trainer Thomas Paech nicht ohne Stolz. Giffey durfte gegen Phoenix Hagen sein Comeback nach langer Verletzungspause geben, das Spiel gegen den Tabellenelften der Basketball-Bundesliga gewann Alba souverän mit 108:72 (52:38)

„Es hat Spaß gemacht, mal wieder ganz normal Basketball zu spielen“, sagte Giffey strahlend. „Es hat eine Weile gedauert, bis ich wieder auf beiden Beinen stehen konnte.“ Seinen letzten Einsatz hatte der 24-Jährige am 27. Dezember absolviert, bereits zuvor hatte er mehr als zwei Monate pausieren müssen. Jetzt scheint der gebürtige Berliner die tückische Sehnenentzündung in der Fußsohle endlich überwunden zu haben.

8043 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof

Für den Endspurt um eine gute Play-off-Platzierung hilft Giffeys Genesung Alba besonders insofern weiter, da Ismet Akpinar, Robert Lowery und Jonas Wohlfarth-Bottermann noch verletzt ausfallen. Am Sonntag stand Giffey knapp 21 Minuten auf dem Feld und erzielte elf Punkte, bester Alba-Werfer war Dragan Milosavljevic mit 21 Zählern.

Gegen den Tabellenelften Phoenix Hagen sahen 8043 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof ein temporeiches Spiel – eigentlich ganz nach dem Geschmack der Gäste, deren Markenzeichen seit Jahren ein offensiver, schneller und bisweilen recht wilder Basketball ist. Phoenix begann mutig und treffsicher, erst im zweiten Viertel bekamen die Berliner Hagen in den Griff. Die Alba-Profis trafen hochprozentig, holten sich fast jeden Rebound und setzten sich ab. Zum 52:38-Pausenstand tippte Giffey den Ball mit der Halbzeitsirene in den Korb, zuvor waren dem Rekonvaleszenten schon ein Dreier und ein umjubelter Dunking gelungen.

Niels Giffey und die "toughe Truppe"

Den Hagenern fehlte nach der schweren Verletzung ihres Centers D.J. Covington, der vor drei Wochen eine Knieluxation erlitten hatte, die Physis, um den Berlinern gefährlich zu werden. Das Reboundduell verlor das Team von Trainer Ingo Freyer jedenfalls mehr als eindeutig mit 21:41. Da Alba auch exzellent von der Dreierlinie traf und seriös verteidigte, war die Partie schon früh entschieden. Den 100. Punkt erzielte Brandon Ashley schon drei Minuten vor Spielende, kurz darauf durfte Niels Giffey unter großem Applaus auf der Bank Platz nehmen.

„Wir nehmen mit jedem Sieg mehr Selbstvertrauen in Richtung Play-offs mit“, sagte Giffey. „Wir wissen, was wir für eine Qualität im Team haben. Wenn wir alle Verletzten wieder dabei haben, wird das eine richtig toughe Truppe.“

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