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Fusion geplant : Ein neuer Großverein für Berlin

02.03.2013 20:13 Uhrvon
Verdammt lang her: Schalkes Martin Max (2. v. r.) vom FC Schalke 04 setzt sich in der ersten Runde des DFB-Pokals 1998/99 im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion gegen die Lichterfelder Spieler Oliver Fahrentholz (3) und Lars Dießel (r.) durch. Links startet der Schalker Michael Goossens. Am Ende gewinnt der FC Schalke 04 mit 6:0 gegen den VfB Lichterfelde, der heute Lichterfelder FC heißt.Bild vergrößern
Verdammt lang her: Schalkes Martin Max (2. v. r.) vom FC Schalke 04 setzt sich in der ersten Runde des DFB-Pokals 1998/99 im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion gegen die... - Foto: dpa

Der Lichterfelder FC und BFC Viktoria wollen fusionieren. Das Ergebnis wäre ein neuer Rekordklub mit über 2000 aktiven Mitgliedern. Und auch sportlich erscheint die mögliche Fusion Erfolgsversprechend.

An diese Wortschöpfung werden sich Berliner Fußball-Fans noch gewöhnen müssen. Sperrig kommt sie daher, geradezu ein Ungetüm von einem Namen. „FC Viktoria 1889 Berlin Lichterfelde-Tempelhof e. V.“, so soll der neue Verein heißen. Ein langer Name, aber auch ein großer Verein. In den kommenden Monaten wollen die Berliner Klubs BFC Viktoria und der Lichterfelder FC fusionieren, derzeit laufen die Gespräche. Zur Saison 2013/14 soll der neue Klub bereits am Spielbetrieb teilnehmen. „Es gibt noch einige Dinge zu klären, aber wir sind optimistisch, demnächst Vollzug melden zu können“, sagt Ulrich Brüggemann, der Präsident des Lichterfelder FC.

Die anstehende Fusion würde im Berliner Fußball für Rekorde sorgen.

Der LFC und Viktoria gehören zu den mitgliederstärksten Vereinen der Stadt. „Lichterfeldes Fußball-Abteilung zählt um die 1700 aktiven Mitglieder, bei uns sind es ungefähr 500“, sagt Christoph Schulte-Kaubrügger, der Präsident des BFC Viktoria. Es würde sich also um eine der größten Verschmelzungen zweier Klubs in Berlin handeln. Auch deutschlandweit würde man, gemessen an aktiven Mitgliedern, zu den größten Vereinen gehören. „Beide können einiges in den neuen Verein mit einbringen“, sagt Lichterfeldes Brüggemann. Neben vielen Mitgliedern wären das: die Tradition des BFC Viktoria und die hervorragende Infrastruktur des LFC. Viktoria ist Gründungsmitglied des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Deutscher Meister von 1894, 1908 und 1911.

Derzeit spielen beide Klubs in der Oberliga, aber es soll weiter nach oben gehen

Die erste Männermannschaft spielt derzeit gemeinsam mit dem LFC in der fünften Liga und ist dort Tabellenführer. Mittelfristig soll es weiter nach oben gehen. Das dürfte für den LFC allein schwierig werden. Der größte Pfand des Klubs sind ohnehin nicht die Männer sondern die Jugend. Aktuell nehmen 43 Nachwuchsteams am Spielbetrieb teil. „Damit verfügen wir über die größte aktive Jugendabteilung im deutschen Fußball“, sagt Brüggemann. „Auf der anderen Seite fehlt uns aber die Tradition, wir sind nie über den Status des Kiezklubs hinausgekommen“. Über die Stadtgrenze hinaus fehlt es dem Verein an Renommee, dafür ist er schuldenfrei und wird seriös geführt. Der große Unterbau mit den vielen Jugendteams ist genau das, was dem aufstrebenden BFC Viktoria noch fehlt.

Eine Fusion würde da schnell Abhilfe schaffen. Auf der anderen Seite hätten die vielen Lichterfelder Talente mit Viktorias Männermannschaft ein attraktives Ziel, wenn sie in den Männerbereich wechseln. Leistungs- und Breitensport sollen im neuen Verein gleichermaßen gefördert werden. „Wir wollen mit dem neuen Klub die alternative Kraft im Hauptstadt-Fußball werden“, sagt Schulte-Kaubrügger. Eine verklausulierte Formulierung für das, was der neue Verein anstreben dürfte: die dritte Kraft im Berliner Fußball hinter Hertha BSC und dem 1. FC Union zu werden.

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