BFC Dynamo : Kai Pröger verabschiedet sich mit dem Pokalsieg

In seinem letzten Spiel für Dynamo erzielt Kai Pröger die zwei entscheidenden Tore in der Verlängerung gegen Viktoria 89. Der 25-Jährige wechselt zu Rot-Weiss Essen.

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Perfekter Abschied: Kai Pröger (links) wechselt von Dynamo zu Rot-Weiss Essen, Christof Köhne beendet seine Karriere. Foto: Sören Stache/dpa
Perfekter Abschied: Kai Pröger (links) wechselt von Dynamo zu Rot-Weiss Essen, Christof Köhne beendet seine Karriere.Foto: Sören Stache/dpa

Kai Pröger schwitzte und pumpte, das weiße Siegershirt klebte an seinem Oberkörper, einen Sprint hatte der Offensivspieler des BFC Dynamo aber noch im Tank. Der 25-Jährige schnappte sich den Pokal und rannte los – vom Rasen in Richtung Gegentribüne, wo die BFC-Fans den 3:1 (1:0, 0:0)-Sieg nach Verlängerung gegen den FC Viktoria 89 im Landespokalfinale lautstark feierten. „Geiler kann ein Spiel nicht sein, es ist einfach perfekt gelaufen“, sagte Pröger. „Die 120 Minuten haben gezeigt, dass die Mannschaft topfit ist“, sagte Dynamos Trainer René Rydlewicz und auch wenn er seinen Doppeltorschützen nicht namentlich erwähnte, passte die Aussage doch perfekt zu Prögers Leistung.

Am Ende bot das nicht immer unterhaltsame Endspiel eine dieser Geschichten, die den Fußball so faszinierend machen. Kurz nach dem Ende der für Dynamo mit Platz 15 so unbefriedigenden Regionalliga-Saison hatte sich Pröger am Sonntag für einen Wechsel zu Rot-Weiss Essen entschieden. Das Berliner Pokalfinale am Donnerstag war also sein letztes Spiel für den BFC – und was für eins.

Schon in der regulären Spielzeit war der gebürtige Friese an fast allen gefährlichen Angriffen beteiligt, ein Tor gelang aber weder ihm noch den anderen 21 Spielern auf dem Platz. Das änderte sich in der Verlängerung, nach den Treffern von Otis Breustedt und Ümit Ergirdi sah es aber stark nach einem Elfmeterschießen aus.

„Ich war vollkommen am Ende. Der Trainer hat mich gefragt, ob ich raus will, ich habe aber geantwortet: auf keinen Fall!“, erzählte Pröger. Rydlewicz hörte auf seinen pfeilschnellen Stürmer – und der zahlte das Vertrauen mit zwei Toren in den letzten drei Minuten der Verlängerung zurück. „Ich wollte unbedingt gewinnen, damit ich hier gut in Erinnerung bleibe“, sagte Pröger.

Das ist gelungen, minutenlang feierten die Fans Pröger, der fleißig Autogramme schrieb. Mit dem fünften Pokalsieg seit der Wende hat sich der BFC Dynamo für die erste Runde des DFB-Pokals qualifiziert. Das gilt auch für Prögers neuen Verein. Ein schnelles Wiedersehen auf dem Platz wird es jedoch nicht geben, das geben die Regularien nicht her. So weit dachte beim BFC am Donnerstag aber sowieso niemand. „Bis gleich im Vereinsheim“, stand auf einem Plakat, das die Spieler vor der Gegentribüne hochhielten. „Das wird eine Riesenfeier“, sagte Pröger.

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