Doping-Opfer : DOH fordert 200 Euro Rente

Der Verein Doping-Opfer-Hilfe (DOH) hat seine Forderung nach einer gesetzlichen Rente für geschädigte Sportler erneuert. „Wir denken, dass maximal 200 Euro realistisch sind“, sagte die Vereinsvorsitzende Ines Geipel am Montag: „Wir wissen auch, dass dieses Geld extreme Notsituationen nicht auffangen kann.“ Die 1999 gegründete Institution unterstützt Ex-Leistungssportler, die durch das DDR-Zwangsdoping unter gesundheitlichen Langzeitschäden leiden.

Im Mai soll ein entsprechender Gesetzentwurf, der durch die Partei Bündnis 90/Die Grünen initiiert wurde, im Bundestag debattiert werden. „Uns ist klar, dass man da nicht auf uns wartet“, sagte die ehemalige Leichtathletik-Sprinterin. Wegen des Zwangsdoping in der DDR ließ sie ihren Namen aus den Rekordlisten streichen. „Unsere Aufgabe ist es jetzt, uns mit den sportpolitischen Sprechern der anderen Parteien ins Benehmen zu setzen.“ Laut Geipel würde solch eine Dopingopfer-Rente rund 300 ehemaligen Sportlern zu Gute kommen.

Zudem erklärte der Verein, dass in der kommenden Zeit eine integrative DOH-Beratungsstelle in Berlin entstehen soll. Diese solle zum einen die Aufarbeitung der Doping-Vergehen in beiden deutschen Staaten unterstützen und zum anderen als Anlaufstelle für aktive Sportler dienen, die ein Doping-Problem haben und aussteigen wollen. (dpa)

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