EM-Test : Deutschland gewinnt mit 2:0 gegen Israel

Neun Tage vor dem ersten Spiel bei der Europameisterschaft konnte die deutsche Nationalmannschaft das letzte Testspiel für sich entscheiden - mit einem 2:0-Sieg gegen Israel.

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Özil und Schürrle beim Spiel gegen die Israelis
Özil und Schürrle beim Spiel gegen die IsraelisFoto: dpa

Unten ergoss sich der Regen auf das ungeschützte Spielfeld, und oben, unterm Dach, pfiffen die Zuschauer. Der Leipziger Alltag spielt sich in der Viertklassigkeit ab, aber ein bisschen mehr hätte die Kundschaft schon gern gesehen als dieses knappe 2:0 (1:0) der deutschen Nationalmannschaft gegen Israel. Erst das späte zweite Tor des eingewechselten Leverkuseners André Schürrle besänftigte die 43241 Zuschauer in der ausverkauften Leipziger WM-Arena.

Neun Tage vor dem ersten Spiel bei der Europameisterschaft in Lemberg gegen Portugal lief bei der Generalprobe längst noch nicht alles nach Wunsch in der deutschen Mannschaft. Aber es sah schon ganz anders aus als am vergangenen Samstag beim 3:5 gegen die Schweiz. Es war ja auch eine andere deutsche Mannschaft, in der Startaufstellung verändert um die Kleinigkeit eines sieben Spieler starken Münchner Blocks. Zwölf Tage nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea durften Manuel Neuer, Holger Badstuber, Jerome Boateng, Philipp Lahm, Thomas Müller, Toni Kroos und Mario Gomez Zerstreuung auf dem Fußballplatz suchen. Vom Deutschen Meister Borussia Dortmund durfte gegen Israel nur der kurz vor Schluss eingewechselte Mario Götze für ein paar Minuten mitkicken.

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Deutschland gewinnt gegen Israel
Noch ein Test vor der EM: Die deutsche Nationalmannschaft trifft in Leipzig auf das Team aus Israel.Alle Bilder anzeigen
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31.05.2012 22:30Noch ein Test vor der EM: Die deutsche Nationalmannschaft trifft in Leipzig auf das Team aus Israel.


Den Münchner Nationalspielern kam zugute, dass sie die kräftezehrende Vorbereitung auf Sardinien und der der Cote d’Azur verpasst hatten, deren Folgen vor einer Woche in Basel nur allzu deutlich sichtbar waren. Auf der andern Seite fehlte ihnen oft noch die Bindung zu den anderen Kollegen aus Madrid, London und Köln. Sami Khedira etwa organisierte mit dem ungewohnten Partner Kroos das Spiel im defensiven Mittelfeld längst nicht so effizient, wie er das bei Real mit Xabi Alonso tut (und in der Nationalelf sonst mit dem dieser Tage angeschlagenen Bastian Schweinsteiger). Mesut Özil ist es bei Real gewohnt, Cristiano Ronaldo oder Karim Benzema in Szene zu setzen. Selten nur erreichten seine Pässe gestern den Münchner Gomez. Per Mertesacker vom FC Arsenal offenbarte in der Innenverteidigung an der Seite von Badstuber ähnliche Abstimmungsprobleme, wie er sie gegen die Schweiz neben Mats Hummels hatte. Und Lukas Podolski spielte auf dem linken Flügel vor Kapitän Philip Lahm ähnlich unglücklich, wie die Saison seines 1. FC Köln verlaufen war.
Der starke Münchner Einfluss war also nach zwei gemeinsamen Tagen mit dem Restkader noch nicht ausschließlich ein Segen für die Nationalmannschaft. Wie gut es aber theoretisch laufen könnte, dass wurde schon nach ein paar Minuten deutlich. Als Philipp Lahms Pass Gomez fand, der noch ein par Meter lief und den Ball dorthin schießen wollte, wohin er in zuletzt sehr häufig geschossen hat, nämlich ins Tor Doch bevor es dazu kommen konnte, schob sich als Rammbock der Israeli Rami Geshon in den Lauf von Gomez, der plötzlich auf dem Rasen lag. Elfmeter? Nein, beschied Schiedsrichter Blom aus den Niederlanden und ruderte zur Untermauerung seiner Entscheidung wild mit den Armen durch die Luft.

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