Freiburg - Lautern 2:0 : Balakows Einstand geht daneben

Kaiserslautern verliert unter dem neuen Trainer Krassimir Balakow das wichtige Abstiegsduell beim SC Freiburg mit 0:2 und steht bei nun sieben Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16 bereits mit einem Bein in der zweiten Liga.

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Den Auftakt als Bundesligatrainer hatte sich Krassimir Balakow sicherlich anders vorgestellt. Nach der 0:2-Niederlage in Freiburg rückt der Klassenerhalt bei sieben Punkten Rückstand auf Relegationsplatz 16 in weite Ferne.
Den Auftakt als Bundesligatrainer hatte sich Krassimir Balakow sicherlich anders vorgestellt. Nach der 0:2-Niederlage in Freiburg...Foto: dapd

Gleich nach dem Schlusspfiff versuchte Krassimir Balakow ein Zeichen gegen die Untergangsstimmung zu setzen. Der 45 Jahre alte Bulgare lief auf den Platz und klopfte jedem seiner Spieler anerkennend auf die Schulter. „Ja“, behauptete der neue Trainer des 1. FC Kaiserslautern nachher, „ich war zufrieden mit Moral und Charakter.“ Man werde bis zum Schluss kämpfen: „Wir müssen an uns glauben.“ Nach dem 17. sieglosen Spiel hintereinander fällt das in der Pfalz immer schwerer. Die Lauterer verloren 0:2 (0:2) beim SC Freiburg und müssten inzwischen einen Rückstand von sieben Punkten auf den Tabellenfünfzehnten Augsburg aufholen, um die Klasse zu halten.

An eine erfolgreiche Aufholjagd mag man nach der Vorstellung in Freiburg nur noch schwer glauben, obwohl Balakov „zwei Tage jedem Mut“ machte, an ein Wunder zu glauben. Dem FCK gelangen in 90 Minuten drei Torschüsse. Freiburg führte durch die Tore von Karim Guede und Cedrik Makiadi nach einer Viertelstunde 2:0 und schien später nie Gefahr zu laufen, die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. „Die ersten 20 Minuten waren wir gut“, sagte Trainer Christian Streich. „Es war schön, dass wir diese beiden Tore schießen durften.“ Nach acht Minuten verlor Rodnei den Ball an Sebastian Freis, der Karim Guede in Szene setzte. Der gebürtige Hamburger erzielte die 1:0-Führung. Nach einer Ecke von Julian Schuster rauschte Cedrick Makiadi heran. Wieder fand die FCK-Abwehr kein Gegenmittel. Es stand 2:0.

Der FCK leistete sich zu viele Fehler im Spielaufbau und war im Angriff zu harmlos. „Die Mannschaft hat erst 17 Tore geschossen, das zeigt auch, wo wir ein Problem haben“, sagte Balakow. Freiburg – das seit der Winterpause ohne den nach Newcastle gewechselten Toptorjäger Papiss Demba Cissé auskommen muss – hatte mehrfach Gelegenheit, zu erhöhen.

Früh im Spiel stimmten die SC-Fans Schmähgesänge an: „Lautern, Lautern – Zweite Liga.“ Während der FCK kaum mehr zu retten ist, streben die Sieger dem Klassenerhalt entgegen. Unter Trainer Streich holten die Freiburger seit der Winterpause 15 Punkte. In der Vorrunde waren ihnen unter Streichs Vorgänger Marcus Sorg nur 13 gelungen. Das erste Mal seit Monaten gelang es Freiburg, die Abstiegsränge zu verlassen. Die Mannschaft ließ sich nach dem Spiel minutenlang von ihren Anhängern feiern.

Die Pfälzer Profis verbreiteten später Durchhalteparolen. „Jetzt müssen wir die beiden nächsten Heimspiele gewinnen“, sagte Kapitän Christian Tiffert vor den Spielen gegen den Hamburger SV und die TSG Hoffenheim. „Man kann von einem neuen Trainer keine Wunderdinge erwarten“, sagte Tiffert. „Zu kapieren, um was es geht, heißt nicht automatisch Spiele zu gewinnen. Wir haben alle in dieser Saison ein, zwei Fehler zu viel gemacht. Die Situation ist jetzt sehr schwierig.“

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