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Hertha BSC : Thomas Kraft fehlt wohl auch gegen Eintracht Frankfurt

Herthas Torhüter Thomas Kraft kehrt nach seiner Schulterprellung auf den Trainingsplatz zurück, sein Einsatz am Wochenende ist aber fraglich.

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Schmerzhaft. Thomas Kraft ist noch nicht wieder genesen.
Schmerzhaft. Thomas Kraft ist noch nicht wieder genesen.Foto: dpa

Ein bisschen schien es so, als wäre Thomas Kraft komplett außen vor. Der Torhüter von Hertha BSC stand als Einziger hinter dem Fangnetz auf dem Nebenplatz. Während  seine Kollegen ein kleines Turnier - drei gegen drei auf kleine Tore - ausspielten, sammelte Kraft nebenan die Spielfeldmarkierungen ein, verpackte sie ordnungsgemäß in die dafür vorgesehenen Taschen, legte die Bälle auf einen großen Haufen und kickte sie dann, einen nach dem anderen, ins leere Tor.  Kraft stand am Donnerstagnachmittag zwar erstmals nach seiner Schulterprellung wieder mit den Kollegen auf dem Trainingsplatz, sein Einsatz am Sonntag, bei Herthas Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt, ist allerdings fraglich.

Nach der ersten Runde des Kleinfeldturniers ersetzte Kraft Torwarttrainer Zsolt Petry, er hatte auch zuvor alles mitgemacht, es waren jedoch zumeist Übungen mit dem Fuß gewesen. Bei Torwartbewegungen habe er noch Schmerzen, sagte Trainer Pal Dardai am Freitag. Kopfschmerzen bereite ihm die Personalie aber nicht. "Rune hat gut gespielt." Vieles deutet daher darauf hin, dass Rune Jarstein den 27-Jährigen vertreten wird. Der Norweger hatte nach dem 2:0-Sieg gegen den 1. FC Köln unter der Woche ausnehmend positive Kritiken erhalten. „Er hat uns bestätigt, dass er gut drauf ist“, sagte Dardai über den Norweger, der in seinem vierten Einsatz für Hertha zum ersten Mal gewonnen hatte.

„Er hat uns bestätigt, dass er gut drauf ist“, sagt Dardai über Jarstein

Dass Kraft schlechte Laune hat, weil er um seinen Stammplatz fürchtet, wäre allerdings etwas überinterpretiert. Dardai hofft auf eine schnelle Rückkehr seines Stammtorhüters Kraft. Dafür aber müsse erst die Entzündung in dessen Schulter zurückgehen. „Es kann eine Woche dauern“, sagte Dardai, „es kann aber auch viele Wochen dauern.“ Bei John Anthony Brooks sei auch von einer überschaubaren Fehlzeit die Rede gewesen, „inzwischen kenne ich ihn gar nicht mehr“, ätzte Herthas Trainer.

Brooks absolvierte am Donnerstag ein individuelles Programm mit Fitnesstrainer Hendrik Vieth, Ronny nahm nach seinen Achillessehnenbeschwerden erstmals wieder am Mannschaftstraining teil. Dafür fehlte neben Roy Beerens auf dem Trainingsplatz auch Mitchell Weiser, der gegen Köln wie schon gegen Wolfsburg mit gebrochenem Zeh gespielt hatte und anschließend wieder über große Schmerzen klagte. Das werde vermutlich auch noch drei, vier Wochen so bleiben, sagte Dardai. Immerhin: Weisers Einsatz gegen Frankfurt ist wohl nicht gefährdet, für ideal aber hält Dardai die Konstellation nicht: „Training ist sehr wichtig.“

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