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42 Millionen Euro Schulden : Herthas bittere Bilanz

26.11.2012 18:48 Uhrvon
Mann für schlechte Nachrichten. Ingo Schiller verantwortet Herthas Finanzen – und ringt regelmäßig vergeblich um einen ausgeglichenen Hauhalt.Bild vergrößern
Mann für schlechte Nachrichten. Ingo Schiller verantwortet Herthas Finanzen – und ringt regelmäßig vergeblich um einen ausgeglichenen Hauhalt. - Foto: Imago

Die Schulden von Hertha BSC belaufen sich offiziell auf 42 Millionen Euro – Höchststand seit sechs Jahren. Und eigentlich sind die Zahlen sogar noch dramatischer.

Tage, an denen Ingo Schiller in Erscheinung tritt, sind meist keine besonders guten Tage für Hertha BSC. Schiller ist neben Michael Preetz der zweite Geschäftsführer des Fußball-Zweitligisten, der sich weitgehend im Hintergrund aufhält – Schiller verantwortet den Bereich Finanzen, und auf diesem Gebiet sieht es traditionell trüb aus bei den Berlinern. Am Montag verkündete Schiller die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr, es umfasst die vergangene Saison 2011/12, die Hertha als Bundesligist mit dem Abstieg in die Zweite Liga abschloss. Zum Stichtag 30. Juni 2012 weist die Hertha BSC GmbH & Co Kommanditgesellschaft auf Aktien, kurz KGaA, einen neuen Schuldenstand von 42,02 Millionen Euro Schulden aus.

Die Schulden sind im Geschäftsjahr 2011/12 um knapp 7,3 Millionen Euro gewachsen. Der Fehlbetrag, den Hertha in der vergangenen Bundesligasaison erwirtschaftete, beträgt knapp sechs Millionen Euro. In diesem Zeitraum stehen Umsatzerlöse von 72,5 Millionen Euro Aufwendungen in Höhe von 79,8 Millionen Euro gegenüber. Der Aufwand für Personalkosten betrug 32,4 Millionen Euro. „Diese Zahlen sind Ausdruck der Herausforderungen, denen wir uns gegenüber gestellt gesehen haben“, sagte Schiller. Der 47-Jährige spricht von „finanzieller Stabilität“, gleichfalls gelte es, „diese Zahlen zu verbessern“. Eine interessantere Bemerkung machte Schiller eher beiläufig, als er sagte, dass Hertha zu keinen gravierend anderen Ergebnis gekommen wäre, selbst wenn die Mannschaft den Abstieg hätte verhindern können.

Genau genommen belaufen sich die Verbindlichkeiten Herthas zum 30. Juni 2012 auf 65,7 Millionen Euro. Neben den Schulden von 42,02 gehören neben Rückstellungen (9,2) noch in der Bilanz ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungsposten (13,1), die man gemeinhin als Leistungsschulden bezeichnet. Die Berliner haben bereits Geld bekommen (und ausgegeben), für das sie die entsprechenden Leistungen erst noch erbringen müssen.

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