Mühsamer Sieg gegen Göttingen : Alba gewinnt, befreit sich aber nicht

Für Alba sollte die BG Göttingen eigentlich ein Aufbaugegner sein. Doch der Verlauf des Spiels macht noch nicht so viel Mut wie erhofft.

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Der Blick geht nach oben, die Form auch? Elmedin Kikanovic zieht gegen Göttingen zum Korb. Foto: Imago/Camera 4
Der Blick geht nach oben, die Form auch? Elmedin Kikanovic zieht gegen Göttingen zum Korb.Foto: Imago/Camera 4

Am Ende wischte sich Engin Atsür den Schweiß von der Stirn und wurde philosophisch. "Ein Sieg ist ein Sieg, also sind wir glücklich", sagte der Spielmacher von Alba Berlin. Der Klarstellung bedurfte es, weil der 91:87 (20:16, 24:23, 22:21, 25:27)-Erfolg über die BG Göttingen sich nicht wie die erhoffte Befreiung anfühlte, nach zuvor drei Bundesliga-Niederlagen in Serie.

Nicht nur Atsür war klar: "Wir müssen besser spielen", analysierte der Deutsch-Türke. "Unsere Konzentration hat am Ende nachgelassen, die Defense war nicht so toll." Obwohl Alba gegen die Niedersachsen die meiste Zeit führte, lagen sie zwei Minuten vor Spielende plötzlich 78:79 zurück. Ein 9:0-Lauf in der Endphase verhinderte Schlimmeres. "Wir waren nach der langen Rückreise aus Bilbao etwas müde", entschuldigte Atsür nach dem Eurocup-Spiel am Mittwoch.

Dennoch reichte die Leistungssteigerung im Vergleich zur 58:97-Niederlage vor einer Woche in München zur Ehrenrettung. "Man konnte merken, dass die Spieler nach drei Niederlagen unter Druck standen", sagte Coach Ahmet Caki. "Der Sieg nimmt etwas Stress raus." Trotz fehlender Spielqualität und Konstanz über 40 Minuten lobte er den Kampfgeist.

Neben Dauer-Topscorer Elmedin Kikanovic (20 Punkte) überzeugten diesmal wieder Dominique Johnson und Peyton Siva, die jeweils 17 Zähler erzielten und ihre aufsteigende Form bestätigten.

Vor 8177 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof hatte Göttingen eigentlich als Aufbaugegner gegolten, der Fast-Absteiger des Vorjahres hatte zuletzt sogar vier Spiele in Serie verloren. Doch bei Alba wechselten sich Licht und Schatten beständig ab, aber durch neun Punkte in Serie gingen sie immerhin mit einer 48:39-Führung in die Halbzeit. Trotzdem kam keine Sicherheit in das Spiel, auch wenn es am Ende gewonnen wurde. Der nächste Gegner, Khimki Moskau beim Heimspiel am Mittwoch, dürfte die Schwächen konsequenter ausnutzen.

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