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Rückkehr in die Nationalmannschaft : Adlers Glücksgefühle

11.11.2012 15:19 Uhrvon
Das letzte seiner bislang zehn Länderspiele machte Rene Adler am 17. November 2010 beim 0:0 gegen Schweden.Bild vergrößern
Das letzte seiner bislang zehn Länderspiele machte Rene Adler am 17. November 2010 beim 0:0 gegen Schweden. - Foto: dapd

Seit November 2010 wurde Rene Adler nicht mehr in die Nationalmannschaft berufen. Am Mittwoch steht er erstmals seit seiner Verletzung an der Patellasehne wieder im Kader der Nationalmannschaft. Seine Rückkehr hat mehrere Gründe.

Es dauerte bis Rene Adler endlich unter die Dusche konnte. Grashalme und Erdklumpen hingen noch an Knien und Fußballschuhen. Adler wollte nach dem 0:0 beim SC Freiburg sofort erledigen, was unumgänglich erschien, nämlich über sein besonderes Spiel zu sprechen und die besonderen Gefühle, die seine Rückkehr in den Kader der deutschen Nationalmannschaft für das Spiel gegen die Niederlande am Mittwoch in Amsterdam auslösten.

 "Es ist schon bisschen wie im Märchen, wenn man bedenkt, wo ich vor einem halben Jahr war, wie es mir da ging und wo ich jetzt stehe. Dass ich jetzt wieder zur Nationalmannschaft darf, ist nicht alltäglich. Es macht mich stolz, dass ich jetzt eingeladen wurde", sagte der Torwart des HSV.

Im November 2010 gehörte der 27-Jährige zuletzt zum Kreis des Nationalteams. Danach war von der Kandidatenbühne verschwunden und die Konkurrenz junger Torhüter, arbeitete sich an ihm vorbei. 2010 musste er als deutsche Nummer 1 die WM in Südafrika wegen einer Rippenverletzung absagen. Nach der Saison 2010/11 verlor er nach einer achtmonatigen Zwangspause wegen einer Patellasehnen-Operation seinen Stammplatz bei Bayer Leverkusen. Der Wechsel zum HSV schien seine letzte Chance. Er nutzte sie und zeigte beständig besondere Leistungen.

 Dass Löw den erfahrenen Torwart zurück holte hat auch mit den schwankenden Leistungen der jungen Kandidaten Marc-Andre Ter-Stegen und Ron-Robert Zieler im Nationalteam zu tun. Zudem galt Adler im Nationalteam stets als umgänglicher Profi, dessen Teamgeist Löw schätzt. In Freiburg saß statt Löw Frank Wormuth, Chefausbilder der deutschen Trainer, auf der Tribüne.

Wormuth wird Löw den guten Eindruck bestätigen, den Adler in den vergangenen Monaten hinterließ und weniger über dessen Unbeherrschtheit in den letzten Spiel-Minuten als Adler nach einem Gerangel dem Freiburger Max Kruse den Unterarm ins Gesicht stieß und von Schiedsrichter Günter Perl nur mit der gelben Karte bestraft wurde.  "Ich wollte ihn nur wegschieben und ein schlichten", erklärte Adler, der zugab, dass es "etwas dumm war, dass ich da überhaupt aus meinem Tor komme". Über einen Platzverweis hätte er sich nicht beklagen können.

Mit seiner Offenheit sammelte Adler jedoch Pluspunkte. „Jetzt freue ich mich, wieder dabei zu sein. Es wäre natürlich ein Traum, 45 Minuten spielen zu dürfen, aber es darum, das Ende des Jahres mit einem positiven Ergebnis abzuschließen. Es ist keine Zeit für Experimente“, sagte Adler. Er sei mit dem Platz auf der Bank hinter Manuel Neuer zufrieden.

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