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Serie reißt gegen Bonn : Alba Berlin: Alles hat ein Ende

Alba Berlin hat eine herbe Niederlage gegen Bonn einstecken müssen. Eine Serie ging dadurch zu Ende, und Trainer Caki war ziemlich sauer.

Zu spät. Die Spieler von Alba waren selten auf der Höhe gegen Bonn. Foto: Wolter/Imago
Zu spät. Die Spieler von Alba waren selten auf der Höhe gegen Bonn. Foto: Wolter/ImagoFoto: imago/Wolter

Ahmet Caki ist nicht zwingend zu beneiden. Der Türke ist Trainer bei Alba Berlin und im deutschen Basketball gibt es kaum eine Mannschaft, deren Leistungsschwankungen innerhalb eines Spiels größer sind. Sprich: Der Job mag spannend sein, aber diese ewige Berg- und Talfahrt geht bestimmt an die Nerven. Das war auch am Sonntag der Fall. Alba Berlin spielte in Bonn, es ging für die Berliner auch darum, die sagenhafte Serie von zehn erfolgreichen Ligaspielen in Folge auszubauen. Beim Stand von 18:25 aus Alba-Sicht im zweiten Viertel nahm Caki eine Auszeit. Der 41-Jährige blickte seine Spieler verzweifelt an und fragte sie: „Warum hört ihr nicht auf das, was ich euch sage?“

Das war eine gute Frage, und sie blieb auch nach dem Spiel unbeantwortet. Alba unterlag 72:95 (35:40) und beendete dadurch eine Serie von zehn Siegen in der Basketball-Bundesliga in Folge. „Die Serie hat uns wenig interessiert“, sagte Albas Niels Giffey nach der Begegnung. „Wir haben richtig schlecht gespielt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. So einfach ist das manchmal.“

Alba verpatzte vor allem die ersten Minuten grandios. Das Problem bei den Berlinern war dabei weniger wie sonst üblich die Rebound-Arbeit als vielmehr die eklatanten Schwächen in der Offensive, in einem Bereich also, wo Alba in der Regel überzeugt. Selbst Topscorer Elmedin Kikanovic fand nicht ins Spiel. Der Center nahm in den ersten beiden Vierteln zehn Wurfversuche. Lediglich einmal landete der Ball im Korb.

Kenneth Horton bekam Alba nie in den Griff

Caki reagierte und brachte schon früh den talentierten, aber nicht immer überzeugenden Bogdan Radosavljevic für Kikanovic. Und mit ihm lief es besser für Alba, auch deshalb, weil sich die Berliner viele Rebounds schnappten. Im zweiten Viertel führte Alba kurzzeitig sogar nach einem Dreier von Carl English mit 18:17. Doch dann ging es wieder bergab. Insbesondere Small Forward Kenneth Horton bekamen die Berliner nie in den Griff. Mitte des dritten Viertels hatte Alba bereits 20 Punkte Rückstand auf Bonn, und wenn man in dieser Saison einer Bundesligamannschaft noch spektakuläre Aufholjagden zutraut, dann ist das Alba Berlin.

Doch am Sonntag war dies vor 6000 Zuschauern in Bonn nicht drin. Zumal nicht nur der sonst verlässliche Elmedin Kikanovic schwächelte. Bei Alba fehlte auch verletzungsbedingt Peyton Siva. Engin Atsür konnte Siva nicht gleichwertig ersetzen. Und dann steckte der Mannschaft von Ahmet Caki auch noch das Eurocup-Spiel unter der Woche gegen Malaga in den Knochen.

Im letzten Viertel nahmen sich die mitunter furios aufspielenden Bonner zurück. Doch Alba machte den Gastgebern den Sieg zu keiner Zeit streitig. Zumal Horton wahnsinnig viel Spaß hatte an diesem Spiel. Fast alle seine Würfe fanden den Weg in den Korb, am Ende erzielte er 31 Punkte. Erfolgreichster Alba-Schütze war Radosavljevic mit 17 Zählern. Tsp

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