• Trainingslager auf Mallorca: Hertha BSC geht in die Offensive: Ziel ist der Europapokal

Trainingslager auf Mallorca : Hertha BSC geht in die Offensive: Ziel ist der Europapokal

Im Trainingslager auf Mallorca verständigt sich Hertha BSC auf Ziele für die Rückrunde - auch Trainer Dardai gibt sich deutlich offensiver als noch vor einem Jahr.

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Einigkeit in der Gruppe. Die Profis von Hertha BSC haben sich auf das Saisonziel Europapokal-Teilnahme verständigt.
Einigkeit in der Gruppe. Die Profis von Hertha BSC haben sich auf das Saisonziel Europapokal-Teilnahme verständigt.Foto: imago

Der Montag hat Pal Dardai ein paar gute Nachrichten beschert. Der Trainer von Hertha BSC weiß jetzt, dass er einer mutigen Mannschaft vorsteht. Am Nachmittag hatte sich der gesamte Tross samt Manager, Betreuerstab und medizinischer Abteilung im burgartigen Mannschaftshotel in den Hügeln über Palma zur Strategiebesprechung getroffen: Was wollen wir im ersten Halbjahr 2017 erreichen?, lautete das Thema. Die einhellige Antwort: Der Berliner Fußball-Bundesligist, aktuell Tabellendritter, strebt die Qualifikation für den Europapokal an. Hertha will am Ende dieser Saison mindestens Sechster werden, nachdem das Team im Vorjahr noch auf Platz sieben eingelaufen war. „Dafür geben wir alles“, kündigte Dardai an. Das alte Ziel – 45 Punkte – ist hinfällig.  

„Jetzt gehen wir offensiv mit der Sache um“, sagte der Ungar, der im Rückblick auf die vergangene Saison zugab, dass er vielleicht einen Tick zu defensiv gewesen sei. Vor einem Jahr war Hertha in der Rückrunde von Platz drei noch auf Platz sieben zurückgefallen und hatte dadurch die direkte Qualifikation für die Europa League verpasst. Die neue Zielvorgabe ist auch ein Resultat aus dieser Erfahrung. In der Mannschaft traf sie auf allgemeine Zustimmung. „Wir haben aus der vorigen Saison eine Menge mitgenommen“, sagte Dardai.

Eine gute Nachricht erreichte Herthas Trainer auch aus der Heimat – zumindest gemessen daran, dass mit dem Schlimmsten gerechnet werden musste. Die Untersuchung von Sinan Kurt in Berlin ergab, dass zwar in seinem Sprunggelenk zwei Außenbänder gerissen sind, nicht aber wie befürchtet auch das Syndesmoseband. Außerdem hat sich der 20 Jahre alte Offensivspieler ein Knochenmarksödem zugezogen. Ob Kurt operiert wird, ist noch nicht abschließend entschieden. Unabhängig davon aber gehen sie bei Hertha von einer mindestens sechswöchigen Pause aus. „Er ist jetzt wieder Einzelkämpfer“, sagte Pal Dardai. „Aber wenn er wieder zurück ist, wird ihn diese Erfahrung stärker gemacht haben.“

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