Verletzungsmisere beim 1. FC Union : Neuer Trainer, altes Leid

Der 1. FC Union bleibt auch unter Sascha Lewandowski verletzungsanfällig: Michael Parensen fällt mit einem Unterarmbruch aus.

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Das geht erst mal nicht. Michael Parensen brach sich den Unterarm.
Das geht erst mal nicht. Michael Parensen brach sich den Unterarm.Foto: dpa/Mehlis

Um 3.18 Uhr fuhr der Mannschaftsbus des Zweitligisten 1. FC Union am frühen Donnerstagmorgen im Stadion An der Alten Försterei vor. Nach der extrem bitteren 2:3-Niederlage beim FSV Frankfurt blieb aber kaum Zeit zum Trauern. Bereits für 11.30 Uhr war das regenerative Training angesetzt. Schon am Sonnabend endet mit dem Heimspiel gegen das noch mehr als Union kriselnde Schlusslicht MSV Duisburg die englische Woche. „Langsam müssen wir auch mal ein Heimspiel gewinnen. Egal, ob da Duisburg oder sonst wer kommt“, sagte Verteidiger Benjamin Kessel.
Der neue Trainer Sascha Lewandowski hat in den letzten beiden Partien in Frankfurt und daheim gegen Fürth (1:2) im Schnelldurchlauf die alten Leiden der Mannschaft kennenlernen müssen. Führungen geben den Spielern kaum Selbstvertrauen. Sobald der Gegner zum Ausgleich kommt, droht auch ein Rückstand. In der Defensive bleibt Union anfällig. Zeichen dessen sind die verschuldeten Strafstöße. Gegen Fürth attackierte Stürmer Sören Brandy ungeschickt vor dem 1:2, in Frankfurt brachte Verteidiger Roberto Puncec durch ein völlig unnötiges Einsteigen an der Strafraumgrenze gegen Dani Schahin dem FSV das 1:1. „Die relativ hohe Anzahl an Elfmetern gegen uns, ist eine klare Aussage. Daraus müssen wir lernen. Die Jungs machen teilweise im Übereifer Fehler“, sagte Lewandowski.

Union gab sich beim 2:3 in Frankfurt nie auf - ein positiver Aspekt

Positiv ist, dass Union sich nie aufgibt und stets eine hohe Anzahl an Torgelegenheiten besitzt. Sowohl gegen Fürth als auch in Frankfurt gab es zwei Aluminiumtreffer. Für die Psyche ist es aber nicht gerade förderlich, dass Union nur virtuell Zähler einfährt. Lewandowskis Punktverluste wirken gefühlt besser als unter Düwel. Unter dem Strich hat er bislang mit zwei Niederlagen jedoch eine mehr einstecken müssen als Düwel.

Lewandowski Plus könnte es sein, dass er die Fehler kritisch aufzeigt und der Öffentlichkeit das Trainerdasein besser erklären kann. Doch Lewandowski sitzt aktuell noch das mit Rang eins bis sechs ziemlich hoch gesteckte Saisonziel im Nacken. Korrigieren könnte das nur Präsident Dirk Zingler. Lewandowski mag aktuell gar nicht so weit vorausschauen. „Es kann jetzt nur darum gehen, die offensichtlich schwierige Entwicklung, die jetzt nicht unbedingt im Spielerischen liegt, weiter voran zu treiben“, sagte Lewandowski.

Gegen Duisburg muss der Trainer dabei aber schon wieder Improvisieren, denn Verteidiger Michael Parensen wird wegen eines in Frankfurt erlittenen Unterarmbruchs ausfallen.

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