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Vor dem Start der Zweiten Liga : Union Berlins erste Elf besitzt mehr als nur Konturen

Der 1. FC Union Berlin besiegt im letzten Test den FC Utrecht 3:0. Die erste Elf für den Zweitligastart nächste Woche steht nahezu fest.

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Unions Philipp Hosiner (rechts) versucht es artistisch gegen Utrecht.
Unions Philipp Hosiner (rechts) versucht es artistisch gegen Utrecht.Foto: Imago

Beim 1. FC Union ist es Tradition geworden, die Vorbereitung mit einem Spiel gegen einen namhaften, ausländischen Gegner abzuschließen. Die PSV Eindhoven schaute schon vorbei im Stadion an der Alten Försterei, Celtic Glasgow, der FC Sevilla und Crystal Palace. Gemessen daran war der FC Utrecht ein weniger prominenter Gegner. Marco van Basten hat dort einst seine Karriere begonnen, in den siebziger Jahren. Die aktuelle Mannschaft der Niederländer hat keinen Fußballer dieser Kategorie. Selbst die beiden Deutschen Andreas Ludwig und Rico Strieder dürften nur einem Fachpublikum etwas sagen.

Im Normalfall verfügt Utrecht trotzdem über mehr fußballerische Klasse als die meisten Zweitligisten. Nur zeigten die Gäste davon an diesem Tag nichts. Union bestimmte das Geschehen und gewann 3:0 (0:0). „Es war eine gelungene Generalprobe, vor allem in der zweiten Halbzeit. Da haben wir viel von dem gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Angreifer Philipp Hosiner. Am Sonnabend startet der 1. FC Union Berlin mit einem Auswärtsspiel beim VfL Bochum in die neue Saison. Die Berliner zählen zum erweiterten Kreis der Aufstiegsanwärter.

Viele frühere Stammkräfte sind außen vor

Während der vergangenen sechs Wochen hat Trainer Jens Keller eine neue Spielweise einstudieren lassen. Den Gegner früh unter Druck setzen soll seine Mannschaft, schon beim Spielaufbau stören. Gegen Utrecht funktionierte das zuerst selten. „In der ersten Halbzeit war es in Ballbesitz zu wenig. Defensiv haben wir das gut gemacht und sicher gestanden“, sagte Keller. Einzig Kristian Pedersen besaß vor der Pause zwei Halbchancen.
Überhaupt Pedersen. Der 21 Jahre alte Däne ist die Entdeckung der Vorbereitung. Von HB Köge aus der zweiten dänischen Liga war der Linksverteidiger nach Berlin gekommen und hat sich mit viel Einsatz und Durchsetzungsvermögen einen Stammplatz erspielt. Wie die meisten Spieler, die gegen Utrecht begannen, wird auch Pedersen gegen Bochum sehr wahrscheinlich beginnen, sollte er sich vorher nicht noch verletzen. „Da waren schon viele dabei, die gute Chancen haben, in einer Woche zur Startformation zu gehören“, sagte Keller.

Redondo spielt sich in den Vordergrund

Unions Mannschaft besitzt inzwischen mehr als nur Konturen. Stammkräfte wie Benjamin Kessel, Sören Brandy, Maximilian Thiel oder Michael Parensen sind derzeit außen vor. Auf der rechten Verteidigerposition deutet vieles auf Christopher Trimmel hin, als defensiven Mittelfeldspieler scheint Keller Stephan Fürstner zu favorisieren. Der neue Kapitän Felix Kroos und Damir Kreilach sind ohnehin gesetzt, genau wie Toni Leistner und Fabian Schönheim als Innenverteidiger und Hosiner als zentraler Angreifer.

Gegen Utrecht ließ Keller vor 7124 Zuschauern ein 4-3-3-System spielen, das bei gegnerischem Ballbesitz zu einem 4-5-1 wurde. Auf den offensiven Außenpositionen begannen Steven Skrzybski und Adrian Nikci. Während Skrzybski überzeugte, blieb Nikci wirkungslos und muss um seinen Platz fürchten. Für ihn kam Kenny Prince Redondo, der das Spiel entschied. Erst bereitete er das 1:0 durch Damir Kreilach und kurz darauf das 2:0 durch Skrzybski vor, das 3:0 erzielte er selbst. Die eingewechselten Eroll Zejnullahu und Sören Brandy hatten zuvor nur die Latte getroffen.

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