• EU-Menschenrechtspreis: Whistleblower Edward Snowden ist für Sacharow-Preis nominiert

EU-Menschenrechtspreis : Whistleblower Edward Snowden ist für Sacharow-Preis nominiert

Zu den Nominierten für die Vergabe des diesjährigen Menschenrechtspreises des Europäischen Parlaments gehört dieses Jahr nicht nur Ex-Geheimdienstmitarbeiter Snowden. Auch die Pakistanierin Malala Yousfzai und der russische Unternehmer Michail Chodorkowski.

Eine besondere Ehre für Edward Snowden: Er ist einer von sieben Nominierten des EU-Menschenrechtspreises.
Eine besondere Ehre für Edward Snowden: Er ist einer von sieben Nominierten des EU-Menschenrechtspreises.Foto: picture alliance

Das pakistanische Mädchen Malala Yousafzai (16), das seit seinem 11. Lebensjahr für ein Recht auf Schulbesuch und Freiheit kämpft, gehört zu den prominenten Nominierten für den Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments. Nach Angaben des Europaparlaments wurden unter anderem auch der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden und der inhaftierte russische Unternehmer Michail Chodorkowski nominiert.

Yousafzai wurde von führenden Politikern der christdemokratischen, sozialdemokratischen und liberalen Fraktion nominiert. Sie hatte sich im Swat-Tal Pakistans, wo die radikalislamischen Taliban Mädchen den Schulbesuch verwehren, für ihr Recht auf Bildung eingesetzt. Yousafzai überlebte einen Mordanschlag im Oktober 2012. Über den Träger des nach dem sowjetischen Dissidenten Andrej Sacharow benannten Preises für geistige Freiheit entscheiden die Fraktionsvorsitzenden des EU-Parlaments am 10. Oktober.

Snowden, der nach der Veröffentlichung geheimer Dokumente über die elektronische Überwachung durch den US-Geheimdienst CIA von den USA wegen Geheimnisverrats gesucht wird und in Russland Asyl erhielt, wurde von den Fraktionen der Grünen und der Linken vorgeschlagen. Chodorkowski wurde vom Grünen-Abgeordneten Werner Schulz nominiert.

Außerdem wurden zwei äthiopische Journalisten, drei inhaftierte weißrussische Oppositionelle, die „stehenden Demonstranten“ auf dem Taksim-Platz in Istanbul sowie eine Kampagne des Nachrichtensenders CNN gegen moderne Sklaverei vorgeschlagen. (dpa)

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