Geldgeber aus Katar : Eine Milliarde Dollar für Hollywood-Film über Mohammed

19.12.2012 17:22 Uhr
Ein in Hollywood produzierter Mohammed-Film soll sich vor allem an Nicht-Muslime richten. Foto: dpa
Ein in Hollywood produzierter Mohammed-Film soll sich vor allem an Nicht-Muslime richten. - Foto: dpa

In Hollywood soll demnächst ein monumentaler Film über das Leben und die Botschaft des Propheten Mohammed gedreht werden. Muslime aus Katar wollen den Streifen finanzieren. Ein namhafter Produzent wurde schon gefunden.

Das Leben des Propheten Mohammed soll in Hollywood verfilmt werden. Das geht aus einer Mitteilung des in Katar residierenden ägyptischen Predigers Scheich Jussif al-Karadawi hervor, der die religiöse Aufsicht über die Produktion übernommen hat. Er teilte am Mittwoch auf seiner Website mit, Muslime aus Katar wollten den Film finanzieren, der eine Milliarde US-Dollar (758 Millionen Euro) kosten soll.

Als Produzenten habe man Barrie Osborne („Herr der Ringe“) gewonnen, hieß es aus Katar. Wer Regie führen soll, ist aber noch nicht klar. Der Film richtet sich laut Al-Karadawi an Nicht-Muslime, die mehr über den Islam erfahren sollen.

Als Schauspieler sollen Muslime engagiert werden, die Englisch sprechen. Die Dreharbeiten dürften eine große Herausforderung werden: Denn der Prophet Mohammed wird in dem Film nicht als Person auftauchen. Vor allem im sunnitischen Islam ist die Darstellung Gottes und seiner Gesandten verboten.

Die ersten Pläne für diesen Film sind schon mehr als drei Jahre alt. Das Projekt ist also keine Reaktion auf das kürzlich im Internet veröffentlichte Schmähvideo über den Propheten des Islam. Jussif al-Karadawi unterhält enge Beziehungen zum Herrscherhaus von Katar. Die Öl-Monarchie unterstützt in mehreren Ländern die Bewegung der Muslimbrüder, auch in Al-Karadawis Heimat Ägypten. (dpa)

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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