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Hilfe : Nach Sandy zeigen sich die USA als gelähmtes Land

07.01.2013 16:20 Uhrvon
Als wäre es gestern gewesen. In Breezy Point hat sich seit der Katastrophe fast nichts getan. Foto: REUTERSBild vergrößern
Als wäre es gestern gewesen. In Breezy Point hat sich seit der Katastrophe fast nichts getan. - Foto: REUTERS

Zweieinhalb Monate nach dem Wirbelsturm „Sandy“ bleiben die Hilfszahlungen zum größten Teil blockiert. Ursache ist das Parteiengezänk in Washington, aber auch lokale Behörden scheinen überfordert zu sein.

Zehn Wochen ist es her, dass der Wirbelsturm Sandy mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h über die amerikanische Ostküste fegte, Häuser zerstörte, Strände und Strandpromenaden wegspülte. 120 Menschen wurden getötet, in New York und New Jersey entstand einen Schaden von bis zu 60 Milliarden Dollar. Seine zerstörerische Kraft zeigt Sandy heute noch, sogar im Kongress: Da streiten Republikaner und Demokraten darüber, ob und wann den Opfern in der Sturmregion geholfen wird.

Wenn es noch einen Beweis gebraucht hätte dafür, dass sich die Republikaner weniger um Land und Leute scheren als um Parteipolitik, dann liegt er jetzt vor.

An Silvester hatte der 112. Kongress unter der Mehrheitsführung von John Boehner den letzten Arbeitstag, und traditionell werden in den letzten Stunden der Legislaturperiode noch Beschlüsse getroffen, die überfällig oder umstritten waren – nicht so im zerrissenen Klima im Washington der Gegenwart. Den Opfern von Sandy 60 Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen, war den Republikanern zu teuer, die Entscheidung über die dringend benötigte Hilfe wurde auf den nächsten Kongress vertagt.

Mittlerweile sind die Abgeordneten des 113. Kongress vereidigt, und zumindest einen Teil der Sandy-Hilfe haben sie gebilligt: 9,6 Milliarden Dollar fließen zunächst an die Katastrophenbehörde FEMA, die damit dringend benötigte Kredite und Zahlungen an Sandy-Opfer geben kann. Die bisher ausgeschütteten Gelder reichen überhaupt nicht. „Die ersten Zahlungen von FEMA kamen sehr schnell“, sagt Kathy McLaughlin, deren Haus auf der New Yorker Landzunge Breezy Point durch die Sandy-Fluten komplett zerstört wurde. „Wir brauchen aber mehr Geld, zumindest zinslose Darlehen, um über die Runden zu kommen.“ So zahlten die Opfer teure Miete für Übergangswohnungen.

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