Homosexuelle und Geschiedene : Papst Franziskus bittet um Barmherzigkeit

Papst Franziskus hat in einem Interview Barmherzigkeit für Homosexuelle und Geschiedene gefordert. Die Kirche müsse jeden an seinen Lebensbedingungen messen, unterstrich das Oberhaupt der Katholiken.

Jorge Mario Bergoglio ist seit März 2013 das Oberhaupt der katholischen Kirche.
Jorge Mario Bergoglio ist seit März 2013 das Oberhaupt der katholischen Kirche.Foto: dpa

Papst Franziskus hat von der Kirche gefordert, Homosexuelle und Geschiedene mit „Barmherzigkeit“ zu behandeln. „Wir müssen ein neues Gleichgewicht finden, sonst droht das moralische Gebäude der Kirche wie ein Kartenhaus einzustürzen“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem Interview mit der Jesuitenzeitschrift „Civiltá Cattolica“.

Die offizielle Haltung der Kirche zu den Themen habe sich nicht geändert, sie müsse aber stets das Individuum im Blick haben.

Homosexuelle und Geschiedene müssten „begleitet“ und „nach ihren Bedingungen“ im wahren Leben beurteilt werden. Die Kirche müsse zuallererst „Wunden heilen und die Herzen der Gläubigen erwärmen“.

Papst Franziskus warb auch um Gnade für Frauen, die eine Abtreibung hinter sich hätten und wahre Reue zeigten. Das Kirchenoberhaupt tritt seit seiner Wahl am 13. März bescheiden und sehr volksnah auf, zugleich zeigte er sich zu Reformen der katholischen Kirche willens. (AFP)

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