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Probleme bei Nord-Ostsee-Bahn : Bahnverkehr nach Sylt wieder weitgehend nach Plan

Nach massiven Problemen im Bahnverkehr nach Sylt kann die Nord-Ostsee-Bahn den Sonderfahrplan jetzt weitgehend einhalten. Andere Unternehmen stellten Ersatzzüge.

Für den Verkehr zwischen Hamburg und Sylt gilt ein Sonderfahrplan.
Für den Verkehr zwischen Hamburg und Sylt gilt ein Sonderfahrplan.Foto: dpa

Auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg-Altona und Westerland auf Sylt fahren Züge wieder nach Plan. Mit von anderen Unternehmen bereit gestellten Ersatzzügen könne der wegen der Baustellen auf der Strecke geltende Sonderfahrplan wieder weitgehend eingehalten werden, teilte die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) mit.

Bahnreisende und Pendler nach Sylt hatten am Freitag Schwierigkeiten, die Insel zu erreichen: Auf der Bahnstrecke von Hamburg kam es zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen. Die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) stoppte kurzfristig viele Züge wegen Auffälligkeiten an den Kupplungen. 90 Reisezugwagen sollen nach Angaben des Bahnunternehmens vorübergehend aus dem Verkehr gezogen werden. Die Überprüfung der Wagen dauert voraussichtlich mehrere Wochen. Die NOB bat Fahrgäste zu prüfen, ob sie eventuell auf "alternative Verkehrsmittel" umsteigen könnten.

Nach NOB-Angaben waren bei einem Zug "technische Mängel" an einer der Kupplungen festgestellt worden, die Waggons miteinander verbinden. Da nicht auszuschließen sei, dass der Fehler auch bei anderen Wagen vorliege, seien die Untersuchungen nötig. "Deshalb kann einem weiteren Einsatz der Fahrzeuge nicht ohne vorherige Prüfung zugestimmt werden."

Die Ausfälle der NOB kommen zur Unzeit: Noch bis zum 20. November fahren wegen Bauarbeiten auch keine Fernzüge zwischen Hamburg und Deutschlands wohl bekanntester Urlaubsinsel, weil die Deutsche Bahn Gleise saniert. Um die Ausfälle abzumildern, schickte die Deutsche Bahn am späten Donnerstagabend zwei Züge mit je zehn Wagen nach Husum. Die Nord-Ostsee-Bahn könne sie dort einsetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden, sagte ein Bahn-Sprecher.

Wegen der hohen Mietpreise auf Sylt pendeln viele Handwerker und Angestellte auf die Insel. Täglich sind 18.000 Menschen auf der Strecke zwischen Hamburg und Westerland unterwegs. Fliesenlegermeister Achim Bonnichsen nimmt täglich den Zug nach Sylt. "Am Bahnhof in Niebüll kamen mir bereits viele Leute entgegen und sagten, es hat keinen Zweck mehr", sagte der 49-Jährige am Freitag. "600 bis 800 Menschen drängten sich auf dem Bahnsteig, es war katastrophal." Kaum ein Zug sei unterwegs gewesen. Die wenigen, die fuhren, seien völlig überfüllt gewesen. (dpa/AFP)

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