Welt : Scarlett Johansson verlässt Oxfam

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London - Die US-Schauspielerin und Sängerin Scarlett Johansson hat ihr ehrenamtliches Engagement als Welt-Botschafterin für die Hilfsorganisation Oxfam beendet. Dies gab die in Großbritannien ansässige, international tätige Gruppe Oxfam International bekannt. Die Organisation hatte Johansson darauf hingewiesen, dass ihr Werbevertrag mit der israelischen Firma Sodastream mit den ethischen Grundsätzen von Oxfam nicht vereinbar sei. Sodastream betreibt eine große Fabrik in einer Siedlung im von Israel seit 1967 besetzten Westjordanland.

Oxfam akzeptiere den Rücktritt Johanssons, „die acht Jahre lang unsere Botschafterin war und der wir viel verdanken“. Der Filmstar („Lost in Translation“) war für die Gruppe, die weltweit gegen Hunger und Armut kämpft, nach Indien, Sri Lanka und Kenia gereist, um Hilfsgelder zu mobilisieren. Auch wenn die Organisation die politische Unabhängigkeit ihrer Repräsentanten respektiere, sei die Werbung für Sodastream für Oxfam problematisch. „Wir sind gegen jede Wirtschaftsbeziehung zu den israelischen Siedlungen, die nach internationalem Recht illegal sind“, erläuterte die Gruppe. „Oxfam glaubt, dass Geschäfte wie die von Sodastream, die in (jüdischen) Siedlungen tätig sind, die fortwährende Armut und Rechtlosigkeit der Palästinenser-Gemeinden fördert, die wir unterstützen.“

Sodastream produziert Trinkwassersprudler, die Leitungswasser mit Kohlensäure anreichern. Die 29-jährige Johansson, deren Mutter aus einer polnisch-jüdischen Familie stammt, ist seit Anfang Januar als erste „globale Marken-Botschafterin“ für Sodastream tätig. AFP/dpa

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