Clusterkonferenz : Optik sieht sich als Jobmotor für Berlin

Seit Oktober 2011 haben sich 400 Unternehmen aus der Optik in Berlin und Brandenburg zusammengeschlossen. Das habe sich bewährt, meint Wirtschaftssenatorin Yzer, und sei gut für den Arbeitsmarkt.

Matthias Scheithauer
Viele Berufe in der optischen Industrie sind hochspezialisiert. Es geht unter anderem um Laser- und Raumfahrttechnik.
Viele Berufe in der optischen Industrie sind hochspezialisiert. Es geht unter anderem um Laser- und Raumfahrttechnik.Foto: dpa

Berlin - Optik und Mikrosystemtechnik sind Jobmotoren in Berlin und Brandenburg. Am Donnerstag präsentierte sich der Wirtschaftszweig auf einer Clusterkonferenz an der TU Berlin. „Die Branche hat bereits rund 2600 neue Arbeitsplätze geschaffen und setzt weiterhin auf Expansion“, sagte die Berliner Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer (CDU). Insbesondere der Technologiepark in Adlershof habe sich in Berlin als Standort für Forschung und Wirtschaft etabliert. In Brandenburg steht Rathenow mit 1300 Beschäftigten im Zentrum der Industrie.

Seit Oktober 2011 haben sich rund 400 Unternehmen aus der Branche zu einem länderübergreifenden Cluster zusammengeschlossen, das von der Technologiestiftung Berlin gesteuert wird.

Clustersprecher Günther Tränkle erklärte das wirtschaftliche Wachstum in dem Cluster vor allem mit dem verbesserten Wissensaustausch und Technologietransfer zwischen den Unternehmen. „Der Cluster Optik profitiert von den über Jahren gewachsenen Kooperationsstrukturen und dem aufgebauten Vertrauen“, sagte Tränkle. Vor allem in den Bereichen Personal und Umsatz haben sich die 400 Unternehmen positiv entwickelt, ergab eine aktuelle Umfrage. Gut drei Viertel der Firmen haben demnach in den vergangenen Jahren ihre Belegschaft ausgebaut, und mehr als 70 Prozent erwarten steigende Umsätze.

Brandenburgs Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers (Linke) betonte die Bedeutung der Forschung für die Entwicklung der Unternehmen. Zu den wichtigsten Forschungseinrichtungen zählen die Netzwerke „Optic Alliance Brandenburg Berlin“ und „Photonik Brandenburg Berlin“.

Bei der Konferenz wurde von den rund 120 anwesenden Firmenvertretern und Wissenschaftlern ein Masterplan als Richtlinie für strategische Maßnahmen in der Branche ausgearbeitet. Optik und Mikrosystemtechnik ist einer von insgesamt fünf länderübergreifenden Clustern in der Hauptstadtregion. Die Politik hat sich ferner auf die Schwerpunktbereiche Gesundheit, Verkehr, Energie und Medien/Kreativwirtschaft zusammengeschlossen. thau