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Wirtschaft : Familienministerium will nun doch keine Putzkräfte vermitteln

Ein eigenes Vermittlungsportal für Haushaltshilfen soll es nun doch nicht geben. Stattdessen will das Ministerium mit privaten Anbietern zusammenarbeiten.

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Hilfe beim Putzen: Bei der Vermittlung helfen schon jetzt zahlreiche Internetportale.
Hilfe beim Putzen: Bei der Vermittlung helfen schon jetzt zahlreiche Internetportale.Foto: dpa

Das Bundesfamilienministerium will nun doch nicht in das Geschäft mit der Vermittlung von privaten Haushaltshilfen einsteigen und stellt seine diesbezüglichen Pläne auf den Prüfstand. „Das Vorhaben, ein eigenes Portal aufzubauen, wird derzeit geprüft“, sagte Staatssekretär Ralf Kleindiek dem Tagesspiegel (Montagausgabe). „Wir beobachten die Entwicklung, die sich gegenwärtig am Markt vollzieht und berücksichtigen dies bei der Konzeption und der Ausgestaltung des Projektes haushaltsnahe Dienstleistungen“, betonte Kleindiek. Im Mai hatte das Bundesfamilienministerium die Öffentlichkeit mit dem Plan überrascht, ein Vermittlungsportal für Haushaltshilfen oder Putzkräfte aufbauen zu wollen. Ziel sei es, Eltern zu entlasten und sie bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Da es aber schon damals junge Unternehmen gab, die diesen Service über das Internet anbieten, gab es aus der Wirtschaft heftige Kritik an dem Vorhaben. Nun will das Bundesfamilienministerium nicht mehr in Konkurrenz zu den Unternehmen auftreten. „Wir wollen Familien helfen, die bestehenden Angebote leichter zu finden“, sagte Kleindiek der Zeitung. „Dazu wollen wir mit privaten Anbietern zusammenarbeiten.“ Statt eine eigene Plattform aufzubauen, geht es nun also darum, über bestehende Angebote zu informieren. „Ich kann mir gut vorstellen, auch mit einem Start-up zusammenzuarbeiten, das uns hilft, einen internetbasierten Weg zu diesen Angeboten zu weisen.“

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