Im Test: HTC One V : Das Smarte mit dem Knick
24.08.2012 08:23 UhrManchmal kehren sich Trends auch um. Mit dem Siegeszug der Smartphones ist die durchschnittliche Displaygröße der gängigen Mobiltelefone wieder deutlich gestiegen. Ein aktuelles iPhone 4S kommt auf eine Diagonale von 8,89 Zentimeter, das Samsung Galaxy S3 schafft es auf stattliche 12,19 Zentimeter und das Spitzenmodell von HTC, das One S, bringt es auch auf 10,9 Zentimeter. Das neuste iPhone 5, das im September präsentiert werden soll, wird es wohl sogar mit knapp vier Zoll großem 16:9-Display geben. Wurden in den 90er Jahren die Handys immer kleiner, im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts die Telefone immer schlauer, so scheinen sie nun wieder größer zu werden.
Angesichts der Leistungsfülle, die moderne Smartphones bieten, ist der Drang zu großen Displays nur verständlich. Nachrichten lesen, spielen, Videos anschauen und Musik hören – Das alles schaffen die kleinen Alleskönner mittlerweile problemlos. Aber nicht jedermann möchte einen Kleinfernseher in der Tasche haben und so kommen nach und nach auch Smartphones mit ordentlicher Leistung im handlicheren Format auf den Markt.
Vielfältige Familie
Dazu gehört das HTC One V, das gleichzeitig Mitglied einer ganzen Produktfamilie namens One ist. Deren Spitzenreiter ist das HTC One X mit einem besonders leistungsfähigen Quadcore-Prozessor mit einer Taktung von 1,5 Gigahertz. Das One XL bietet schon den neuen Mobilfunkstandard LTE und das One S ist der Kompromiss zwischen Leistung und Format.
Richtig kompakt in dieser Familie ist aber nur das One V. Mit knapp sechs Zentimetern Breite übertrifft es nur unwesentlich das Format einer EC-Karte und auch die 12,1 Zentimeter Länge gehen noch als kompakt durch. Das abgeknickte untere Ende ist dem Design des Legend entnommen, einem der ersten Android-Smartphones des taiwanesischen Herstellers. Das gefällt nicht jedem, aber für die Handlichkeit und die Bedienung ist der Knick durchaus praktisch. Schön ist auch das Aluminium-Cover auf der Rückseite des Telefons. Das macht einen wertigen Eindruck und unterstreicht die auch ansonsten sehr gute Verarbeitung.
Doch wichtig ist, was drin ist. Und hier hat das HTC One V nur einen Ein-Kern-Prozessor mit einer Taktung von einem Gigahertz zu bieten. Bei der Leistung ist das allerdings nicht spürbar, denn die Menüs lassen sich flink durchwischen und die Apps öffnen sich in ansprechender Geschwindigkeit. Das liegt auch an dem recht großzügig bemessenen Speicher von vier Gigabyte. Davon sind 512 Megabyte als RAM definiert. Netterweise hat HTC außerdem noch eine Slot für bis zu 32 Gigabyte große Micro-SD-Karten vorgesehen. Diesen gibt es bei den anderen One-Geräten nicht. Damit ist es eigentlich für alle Aufgaben eines Smartphones gut gerüstet.













