Wirtschaft : Verdi klagt gegen BeraterregisterÜber 9500 Beschwerden gegen Banker

Berlin - Die Gewerkschaft Verdi klagt gegen das vor einem Jahr eingeführte Melde- und Beschwerderegister für Bankberater. Wie die Gewerkschaft am Sonntag in Berlin mitteilte, hat Verdi die Klagen beim zuständigen Verwaltungsgericht Frankfurt eingereicht, will aber notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht gehen. Nach Meinung der Gewerkschaft ist das Register eine verfassungswidrige Vorratsdatenspeicherung, Bankberater dürften nicht unter einen Generalverdacht gestellt werden. Als Reaktion auf Auswüchse der Finanzkrise war Anfang November 2012 ein „Mitarbeiter- und Beschwerderegister“ bei der Finanzaufsicht Bafin eingerichtet worden. Darin soll jeder Bankberater und Vertriebsbeauftragte geführt werden. Ziel ist es, Anleger besser vor Falschberatung zu schützen. Banken sollen nachweisen, dass sie in den Bereichen, in denen es um Anlageberatung und den Vertrieb von Finanzprodukten geht, nur ausreichend qualifiziertes Personal einsetzen. Zudem werden sämtliche Beschwerden von Kunden registriert – egal, ob sie berechtigt sind oder nicht. Nach Tagesspiegel-Informationen ist die Zahl der Beschwerden bis Ende September auf 9500 gewachsen. Ende Juni waren es noch 7440 Beschwerden gewesen, die die Aufsicht gesammelt hat. hej

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