Wirtschaft : Zwei ernsthafte Angebote für insolvente Solarfirma Solon

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Berlin - Die Suche nach einem Retter für das insolvente Berliner Solarunternehmen Solon geht in die entscheidende Runde. In der Nacht zu Mittwoch endete die von Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg vorgegebene Frist, in der Interessenten Kaufangebote abgeben konnten. „Es liegen uns mehrere Angebote vor. Diese wollen wir nun gründlich prüfen“, sagte der Sprecher Wienbergs dem Tagesspiegel. Über Zahl oder Höhe der Angebote machte er keine Angaben.

In Unternehmenskreisen heißt es, dass von den ursprünglich sechs Interessenten letztlich nur zwei ein bindendes Angebot abgegeben haben. Dabei handele es sich um das indisch-arabische Unternehmen Microsol, das weite Teile von Solon übernehmen will, und einen bisher unbekannten Investor aus den USA, der angeblich nur an einzelnen Sparten interessiert ist. Ab kommender Woche sollen konkrete Verhandlungen beginnen, in denen es auch darum geht, wie viele der knapp 500 Arbeitsplätze in Berlin erhalten bleiben können. Die Prüfung der Angebote könne „noch einige Zeit“ dauern, sagte Wienbergs Sprecher lediglich.

Viel Zeit hat der Insolvenzverwalter nicht: Ende Februar stellt die Bundesagentur für Arbeit die Zahlungen des Insolvenzgeldes für die Mitarbeiter ein. Um Betrieb und Produktion darüber hinaus aufrechtzuerhalten, müsste Wienberg einen endgültigen Investor präsentieren – oder einen Geldgeber, der etwa einen Massenkredit gewährt, aus dem Gehälter gezahlt werden. Kevin P. Hoffmann

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