Wissen : Mehr Forschung in Lübeck

Nach der Krise kommt ein neues Fraunhofer-Institut.

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Vor zwei Jahren sah sich Lübeck als Wissenschaftsstandort infrage gestellt, weil die Universitätsmedizin abgewickelt werden sollte. Rettung kam vom Bund, der das Geomar-Institut in Kiel weitgehend in seine Förderung übernahm. Dadurch hatte das arme Schleswig-Holstein wieder Geld für die Lübecker Hochschule, die nun Stiftungsuniversität werden soll. Das bedeutete auch das Ende für umstrittene Fusionspläne für die drei Landesunis.

Jetzt investiert der Bund erneut – in ein neues Fraunhofer-Institut für Marine Biotechnologie (EMB). Noch in diesem Jahr soll der erste Spatenstich erfolgen. Die Finanzierung sei gesichert, heißt es im Wirtschafts- und Technologieministerium. 7,5 Millionen Euro kommen vom Bundesforschungsministerium, nun hat auch der Kieler Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) denselben Betrag aus Landesmitteln an die Fraunhofer-Gesellschaft freigegeben. Hinzu kommt eine EU-Förderung in Höhe von 15 Millionen Euro für den Neubau.

Das Bauvorhaben mitten im Lübecker Hochschulviertel soll Anfang 2015 fertig sein. Dann sollen an dem neuen Institut, das sich mit Stammzellen-, Aquakulturforschung und industrieller Zelltechnik beschäftigen soll, rund 100 Mitarbeiter tätig sein. Dieter Hanisch

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