Die Hauptrolle im neuen Film des Amerikanischen Kultregisseurs spielt ein Rasenmäher der Marke John DeereSilvia Hallensleben Ein John Deere ist nicht irgendein Rasenmäher. Erstmal ist ein John Deere knuffig und grasgrün wie ein altes Corgy-Toys-Auto.
Silvia Hallensleben
Als das "Festival des jungen osteuropäischen Films" vor neun Jahren erstmals stattfand, gab es noch vier Kinos in Cottbus. Heute ist keines mehr übrig, zuletzt machten die UFA-"Kammerlichtspiele" dicht.
Sie ist Anfang dreißig, ungebunden und politisch ziemlich links. Aktivistin nicht mehr.
Wo in der Provinz gibt es schon regelmäßig Dokumentarfilme zu sehen? Im Mecklenburgischen Neubrandenburg bietet das "Latücht"-Kino neben Independent-Produktionen und Klassikern auch einige Dokfilmplätze.
"So schöne Sachen habe ich noch nie gehört über mich", sagte sie. Dabei ist der Konrad-Wolf-Preis, den die Regisseurin Ula Stöckl am Mittwochabend in der Akademie der Künste entgegennahm, nicht die erste große Auszeichnung in ihrer Laufbahn.
Gerade mal 22 Jahre war der Schriftsteller Thomas Strittmatter, als er mit seinem ersten Theaterstück aus der süddeutschen Heimat einen Treffer landete. "Viehjud Levi" war lakonisch, poetisch und inszenierte heimatliches NS-Unrecht.
Wenn ein bekannter deutscher Schauspieler in einem kubanischen Film eine Hauptrolle übernimmt, ist das für beide Seiten sicher eine ungewöhnliche Erfahrung. Den Schauspieler Peter Lohmeyer jedenfalls, der höchstselbst im Kuba-T-Shirt zur Pressevorstellung erschien, hat es kubamäßig wohl voll erwischt.
Eine internationale Tagung unter dem Titel "die frau - die macht - der film"? Das klingt so, als wollte man geradewegs Leni Riefenstahl millenniumsgerecht verabschieden.
Ob das Mädchen mit den braunen Kulleraugen wirklich ausgerechnet Céline liest? Sophie erklärt das jedenfalls mit gebotenem Ernst.
Man mag sagen, was man will. Das Melodram lebt.
Im Brockhaus Jahrgang 88 wird der AralSee noch als salzhaltiger und fischreicher See in der Südsowjetunion von 64500 qukm Größe geführt. Politisch wird er heute von der kasachisch-usbekischen Grenze geteilt.
Manchmal ist es ja erst die Reise in wildere Gefilde, die einen spüren läßt, wie sinnlich reduziert die Großstadt-Welt ist, die einen den Rest des Jahres beherbergt. Ähnlich kann es einem auch im Kino gehen.
Wahrscheinlich würden sie selbst das D-Wort nicht gerne hören. Aber sind sie nicht Dinosaurierinnen - oder wie lautet die korrekte weibliche Form?
Sofafamilienbilder aus verschiedenen Zeiten. Rechts der Papa, links Mutti, dazwischen Töchterlein.
Als er ganz tief unten angekommen ist in seinem Leben, sprüht sich Mehmet viel helle Farbe in sein schwarzes Haar. Vielleicht läßt ihn das ja westlicher, hellhäutiger erscheinen.
Angesichts der Weltläufte muß man Herrn Zwilling ja recht geben.Der nämlich, so heißt es, sei ein böser Pessimist.
Früher hatte es das Heiraten im Kino leicht, denn es stand, auch aus Zensurgründen, für anderes ein.Die Hochzeitsnacht war noch eine Metapher, die Eheschließung ein romantischer Akt für die Ewigkeit.
"Schneller als der TGV!".
Viele Filme enden mit dem Feuer.Dieser beginnt damit.
Walzerklänge.Draußen auf dem nachtschwarzen Wasser gleitet ein glitzerndes Hotelschiff den Fluß hinunter, auf dem Oberdeck drehen sich unter dem Sternenhimmel die Silhouetten der Tänzer zum Takt.
Zu den Vorurteilen, die auch aus mehrjährigem Kritikertum eher gefestigt denn korrigiert herausgegangen sind, gehört ein tiefes Mißtrauen gegenüber Filmen, die Frauen und Wasser miteinander in Beziehung setzen."Nach der Eiszeit" beginnt mit Wellen am Strand.
Eine Stradivari ist die blaue Mauritius unter den Streichinstrumenten.Geheimnisumwittert, sauteuer und schon ziemlich lang her.
Filmfestivals, besonders solche, die einen klar umrissenen Bezugsort aufweisen, verlocken zu Generalisierungen.Was ist der Stand der Dinge?
Am Ende von Roberto Benignis "Das Leben ist schön", der nächste Woche ins Kino kommt, ist es ein amerikanischer Panzer, der dem kleinen Jungen die Befreiung bedeutet.Langsam rollt das stählerne Wundertier in den KZ-Hof ein.