100 statt 150 Millionen : Jahn-Sportpark-Sanierung geht auch billiger

Sport-Staatssekretär Andreas Statzkowsky widerspricht der Tagesspiegel-Meldung, dass der Umbau des Jahn-Sportparks 150 Millionen koste. Eine Sanierung sei im Übrigen auch ohne Olympische Spiele dringend nötig.

von
Stimmungsvoll, aber auch ziemlich oll. Der Jahn-Sportpark mit seinen markanten Flutlichtmasten in Berlin-Prenzlauer Berg.
Stimmungsvoll, aber auch ziemlich oll. Der Jahn-Sportpark mit seinen markanten Flutlichtmasten in Berlin-Prenzlauer Berg.Foto: Imago

Das Stadion im Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg wäre für Olympia eine wichtige Spielstätte. Darauf hat Sport-Staatssekretär Andreas Statzkowsky (CDU) hingewiesen. Denkbar seien Vorrundenspiele des olympischen Fußballturniers und das Rugby-Turnier. Die Sanierung des Stadions nebst umliegendem Sportpark sei deshalb bereits in die Kostenschätzung für Olympia mit 100 Millionen Euro eingestellt worden. „Es gibt keine Mehrkosten für die Olympiaplanung.“ Allerdings war im August 2014 noch von 30 bis 40 Millionen Euro die Rede.
Dass in der Machbarkeitsstudie zum Jahnsport-Park Sanierungskosten von 150 Millionen Euro genannt werden, wie der Tagesspiegel berichtete, bezeichnete Statzkowski als Ergebnis einer sportlichen Maximalplanung. Würde man auf einige in der Studie aufgeführte Spielfelder verzichten, ließe sich die Bausumme erheblich reduzieren. Darüber soll mit den Vereinen, die den Sportpark nutzen, jetzt gesprochen werden. Im Übrigen sei die Sanierung des Jahnsport-Parks auch ohne Olympische Spiele dringend nötig.

Dynamo, Hansa, Hertha: Der Jahnsportpark und seine Geschichte
Na, wer erkennt ihn? Logo, Matthias Sammer, heute Sportchef beim FC Bayern München. Im Juni 1990 jubelte der schmale Matthias in der Berliner Sommerhitze. Mit Dynamo Dresden hatte er damals den DDR-Pokal gewonnen.Weitere Bilder anzeigen
1 von 11Foto: Imago
21.01.2015 15:29Na, wer erkennt ihn? Logo, Matthias Sammer, heute Sportchef beim FC Bayern München. Im Juni 1990 jubelte der schmale Matthias in...

„Wir haben mit Müh und Not noch eine Nutzungsgenehmigung für fünf Jahre bekommen.“ Frühestens 2018 solle mit den Bauarbeiten begonnen werden. Insgesamt sollen die Kosten für Olympia bei zwei Milliarden Euro liegen; 500 Millionen Euro sind für die Instandsetzung von Sportstätten im Olympiabudget. Dieses Geld müsste wahrscheinlich auch ohne Spiele aufgebracht werden.

Berlins Olympia-Pläne reichen von Rostock bis Wolfsburg
Raus aus der Stadt, rauf auf die Autobahn und ab in den Norden: Hier in der Stolper Heide befindet sich seit 1997 ein Golfclub, der einst angelegt worden ist von der Golf-Legende Bernhard Langer und der offenbar als Olympiastätte genutzt werden kann. Der Club hat zwei 18-Loch-Plätze und nach eigenen Angaben mehr als 1400 Mitglieder. Und wo liegt noch mal Stolpe? Schauen wir auf das nächste Foto.Weitere Bilder anzeigen
1 von 16Simulation: Tegel Projekt
03.09.2014 12:12Raus aus der Stadt, rauf auf die Autobahn und ab in den Norden: Hier in der Stolper Heide befindet sich seit 1997 ein Golfclub,...

Die Frage ist nur, ob die Finanzmittel ohne einen Verweis auf Olympia politisch durchsetzbar sind. Die einst für Olympia 2000 gebaute Halle an der Landsberger Allee hat einen Sanierungsbedarf von zehn Millionen Euro. Die Max-Schmeling-Halle, ebenfalls für Olympia 2000 gebaut, ist bei der Sanierung des Sportparks nicht dabei.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

Autor

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben