Berlin : 20 Millionen fürs Nötigste in Tegel

Thorsten Metzner

Die Sanierung des Flughafens Tegel und ein paar Arbeiten in Schönefeld können starten – zumindest steht jetzt das Geld bereit. Der Aufsichtsrat hat 20 Millionen Euro für Investitionen freigegeben, teilte dessen Chef Matthias Platzeck am Rande der Sitzung des Gremiums am Freitag mit. Das Geld fließt in die Reparaturen der Start- und Landebahnen, in die Sicherheit der Computer- und Informationstechnik in Tegel, sowie zu einem Bruchteil in kleinere Maßnahmen im Altflughafen Schönefeld, sagte Platzeck: „Das ist die Beschlusslage.“ Technikchef Horst Amann könne sofort loslegen.

Der designierte Flughafen-Vorstandschef Hartmut Mehdorn, der früher als Air-Berlin-Chef die für Airlines und Passagiere kaum noch zumutbaren Bedingungen in Tegel kritisiert hatte, begrüßte die Entscheidung. Die gegenwärtige Situation in Tegel, wo seit der verschobenen BER–Eröffnung das für den Großflughafen erweiterte Flugaufkommen abgewickelt wird, „sei weit unter internationalem Standard“, betonte Mehdorn. „Es hat auch etwas mit Sicherheit zu tun.“ Er äußerte Verständnis, dass es Vorbehalte gegen weitere Investitionen in Tegel gegeben hatte. Natürlich wäre es besser, jeden Euro gleich in den BER zu investieren, sagte Mehdorn. „Trotzdem muss man manchmal Dinge tun, die einem gegen die Bürste gehen.“

Der Technik-Geschäftsführer Horst Amann betonte, dass nicht einmal im Ansatz irgendwelche Luxus- oder Komfortmaßnahmen geplant seien. „Es geht ausschließlich um den Erhalt der Funktionsfähigkeit.“ Geplant sind auch Maßnahmen an den Gepäckbändern, den Verbindungsschlangen zu den Flugzeugen, den Toiletten sowie Heizung und Gebäudekühlung. Gegen zu große Investitionen in Tegel hatte sich im Vorfeld vor allem Brandenburgs Finanzminister Helmuth Markov (Linke) ausgesprochen. Auch die brandenburgischen Linke-Aufsichtsratsmitglieder tragen aber nun die Tegel-Investitionen mit. Thorsten Metzner

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