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65-jährige Annegret R. aus Berlin-Spandau : Ältester Vierlingsmutter der Welt geht es nach Geburt "soweit gut"

Annegret R. geht es nach der Geburt von Vierlingen soweit gut. Die 65-jährige Berlinerin hatte am Dienstag in der Charité drei Jungen und ein Mädchen per Kaiserschnitt zur Welt gebracht – 14 Wochen zu früh.

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Annegret R. hat nun 17 Kinder. Hier ein Foto mit ihrer Tochter Lelia am 03.11.2005 in ihrem Haus in Berlin-Spandau. Schon damals hatte sie als 55-jährige Mutter Aufmerksamkeit erregt. Für Lelia hatte der damalige Bundespräsident Horst Köhler die Patenschaft übernommen.
Annegret R. hat nun 17 Kinder. Hier ein Foto mit ihrer Tochter Lelia am 03.11.2005 in ihrem Haus in Berlin-Spandau. Schon damals...Foto: Patrick Lux

Die 65-jährige Annegret K. hat sich nach eigenem Bekunden von ihrer Vierlingsgeburt per Kaiserschnitt erholt. Wie sie der "Bild am Sonntag" sagte, gehe ihr es "so weit auch gut“. Die zwischen Kinder würden im Krankenhaus bestens versorgt. „Ich bin jeden Tag bei ihnen, alle hier kümmern sich ganz liebevoll und versorgen die Kleinen sehr gut“, sagte die Berlinerin. Annegret R. ist die älteste Vierlingsmutter der Welt. Am Dienstag hatte die Lehrerin aus Spandau wie berichtet ein Mädchen und drei Jungen geboren – 14 Wochen zu früh. Eine Überraschung war das nicht, alle Experten hatten wegen der Mehrlingsschwangerschaft und des hohen Alters der Mutter mit Frühgeburten gerechnet.

Neeta wiegt nur 655 Gramm

Weil in der 26.Schwangerschaftswoche die Wehen einsetzten, habe man die Kinder geholt, teilte eine Sprecherin des Fernsehsenders RTL, mit dem Annegret R. einen Exklusiv-Vertrag hat, am Freitagabend mit. In einem Berliner Krankenhaus habe zuerst das Mädchen Neeta das Licht der Welt erblickt. Sie sei mit 30 Zentimetern und 655 Gramm zugleich das kleinste der vier Kinder. Dann kam der Größte der drei Jungen – Dries – mit 960 Gramm und 35 Zentimetern. Seine Brüder Bence und Fjonn folgten mit 680 Gramm und 32 Zentimetern beziehungsweise 745 Gramm und 32,5 Zentimetern.

Künstliche Befruchtung in der Ukraine

Genetisch sind es nicht die Kinder von Annegret R., die sich die aus Eizell- und Samenspenden im Labor gezeugten Embryonen in der Ukraine hatte einpflanzen lassen. In Deutschland sind Eizellspenden verboten – Frauen, die keine Eizellen produzieren können, lassen sich daher in Ländern wie der Ukraine, Tschechien oder Spanien oft gleich mehrere Embryonen einpflanzen, um die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Auch Annegret R. hatte nach eigenen Angaben mehrere Versuche unternommen. Das Bekanntwerden ihrer Schwangerschaft löste im April bundesweit Verwunderung und Kritik aus.

Annegret R. hat schon 13 Kinder

Vor allem deshalb, weil die Spandauerin bereits Mutter von 13 Kindern und siebenfache Großmutter ist. Viele Ärzte hatten gewarnt, dass für die Mutter, vor allem aber für die Kinder ein extrem hohes gesundheitliches Risiko bestehe und ihr Unverständnis über die Kollegen im Ausland geäußert, die den Eingriff vornahmen. Annegret R. hatte den späten Kinderwunsch damit begründet, dass sich ihre zehnjährige Tochter Lelia, die sie mit 55 Jahren bekam, ein Geschwisterchen wünsche. (mit dpa)

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