Aktion gegen Public Viewing in Berlin-Köpenick : Diebe stehlen WM-Sofas beim 1. FC Union

Zur WM sollten es sich die Fans im 1.FC-Union-Stadion bequem machen dürfen - auf mitgebrachten Sofas fürs Public Viewing. Die ersten standen schon, doch dann rückte Pfingsten ein Räumkommando an.

von
Zu früh gefreut. In der Alten Försterei sollten fürs Public Viewing Sofas aufgestellt werden. Doch jetzt kamen Randalierer.
Zu früh gefreut. In der Alten Försterei sollten fürs Public Viewing Sofas aufgestellt werden. Doch jetzt kamen Randalierer.Foto: Reuters

Die Polizei sprach in ihrer Pressemeldung geheimnisvoll von "einem Stadion in Köpenick" - doch ihre Schilderung der Tat, die sich am Sonntag gegen 6.30 Uhr ereignete, ließ keinen Zweifel aufkommen: Eine Gruppe Vermummter ist in die Alte Försterei eingebrochen, um vermutlich die Public-Viewing-Aktion im Stadion des 1. FC Union zu stören.

Wie berichtet, sollten auf dem Rasen, auf dem sonst der Zweitligist 1. FC Union Fußball spielt, 750 Sofas aufgestellt werden, mitgebracht von WM-Fans. Motto: "Mein Sofa steht im Stadion". Anmelden konnten sich die Interessenten dazu im Internet, und Ideengeber Gerald Ponesky freute sich schon über Wohnzimmeratmosphäre.

Neue Alte Försterei
286549_0_659cb45b.jpgWeitere Bilder anzeigen
1 von 20Foto: dpa
29.07.2009 08:31Fans feiern in der Alten Försterei.

Die wurde Pfingsten nun gestört, als etwa 40 Personen die Alte Försterei enterten. Nach Mitteilung der Polizei waren sie durchs Stadiontor eingedrungen, an dem sie zuvor so lange gerüttelt hatten, bis dieses nachgab. Anschließend packten die Eindringlinge mehrere Tische und drei Sofas, schleppten diese aus dem Stadion und warfen die Möbel in das nahegelegene Flüsschen Wuhle. Anschließend flüchtete die Gruppe in Richtung Pyramidenbrücke, über die der Verkehr von und nach Köpenick rollt.

Ein Stadionmitarbeiter, der die Aktion beobachtet hatte, holte die Polizei. Die Beamten suchten die Gegend ab. Im nahe gelegenen Mellowpark, einem Gelände mit Parcours für BMX-Räder und Skateboards, trafen sie einen 28-jährigen Mann an, der offenbar zu den Randalierern gehört. Die Polizei nahm seine Personalien auf und ließ ihn anschließend gehen. Von anderen Tätern fehlt bislang jede Spur.

Über die Höhe des Schadens ist bislang nichts bekannt.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

Autor

11 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben