Angedrohter Suizid : Frau legt drei Mal S-Bahn lahm

Drei Mal binnen zwei Tagen hat eine junge Frau damit gedroht, sich in Berliner Bahnhöfen das Leben zu nehmen, zwei Mal davon am Hauptbahnhof. In zwei Fällen wurde sie sehr schnell wieder aus ärztlicher Behandlung entlassen.

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Drei Mal legte die junge Frau den S-Bahn-Verkehr lahm. Sie kletterte hier am S-Bahnsteig am Hauptbahnhof über die Mittelbalustrade.
Drei Mal legte die junge Frau den S-Bahn-Verkehr lahm. Sie kletterte hier am S-Bahnsteig am Hauptbahnhof über die...Foto: dpa

Gleich drei Mal hat eine 23-jährige Frau aus der Schweiz in den vergangenen Tagen stundenlang den Verkehr der S-Bahn lahmgelegt – zwei Mal war der Hauptbahnhof betroffen. Die Frau hatte jeweils gedroht, sich das Leben nehmen zu wollen. Am Montag und Dienstag war sie laut Bundespolizei auf dem S-Bahnsteig des Hauptbahnhofs auf die Balustrade an der großen Mittelöffnung geklettert, die frei bis zu den unteren Bahnsteigen ist.

Am Dienstag gelang es der Feuerwehr, die Frau in Sicherheit zu bringen. Am Montag war die Polizei durch Zureden erfolgreich; die Schweizerin ging freiwillig auf den Bahnsteig zurück.

Die S-Bahn stellte zeitweise den Verkehr zwischen Friedrichstraße und Zoo ein; später fuhr die S 7 (Ahrensfelde– Potsdam) im 20-Minuten-Takt ohne Halt durch den Hauptbahnhof. In diesem waren zudem Bereiche um die Mittelöffnung abgesperrt. Auch am Sonntag war es zu ähnlichen Folgen gekommen, als die Frau zum ersten Mal über die Balustrade gestiegen war.

Am Sonntag hatte sie sich nach Angaben der Bundespolizei am S-Bahnhof Beusselstraße auf die Gleise gestellt. Auch dort sei es der Polizei gelungen, die Frau zum Zurückkehren zu überreden. Hier gab es ebenfalls Ausfälle und Verspätungen bei der S-Bahn.

Wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte, war die Frau jedes Mal in ärztliche Behandlung gekommen. Warum sie zumindest zwei Mal das Krankenhaus wieder verlassen durfte, konnte nicht geklärt werden. Auch nach dem dritten Vorfall wurde die Frau ins Krankenhaus gebracht. Ob sie dort nun länger behandelt werden wird, blieb vorerst offen.

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