Berlin : Auf dem Trockenen

Veolia zieht sich aus Förderprojekten zurück.

Nach dem Verkauf seiner Anteile an den Berliner Wasserbetrieben (BWB) will der französische Konzern Veolia gemeinnützige Förderprojekte in Berlin großenteils aufgeben. Seit Gründung der Veolias-Stiftung 2001 wurden 267 Initiativen mit insgesamt 1,8 Millionen Euro finanziell unterstützt. Zuletzt Projekte des Ökowerks, der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft, der Robert-Havemann-Schule, des Karnevalvereins NCR, des Vereins Morus 14 im Neuköllner Rollbergviertel und des Kurdistan Kultur- und Hilfsvereins. Sie alle erhielten am Dienstag noch einmal einen Scheck.

Nach der Rekommunalisierung der Wasserbetriebe könne diese Arbeit in Berlin nicht mehr fortgeführt werden, teilte die Stiftung mit. Denn zu jedem Projekt habe auch die ehrenamtliche Patenschaft von Mitarbeitern der BWB gehört. Ab 2014 werde sich die Zahl der geförderten Vorhaben wesentlich reduzieren, da die bundesweit tätige, in Berlin angesiedelte Stiftung ihre Arbeit und das Patenschaftsmodell auf jene Standorte konzentriere, an denen Veolia operativ tätig sei. Die ehemalige Integrationsbeauftragte des Landes Berlin und Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Barbara John, hat die Veolia-Stiftung bisher geleitet. „Wir haben gemeinsam viel Gutes in Berlin angestoßen“, resümierte sie am Dienstag. Damit ist jetzt Schluss.

Der Vertrag zum Rückkauf der Veolia-Anteile (24,9 Prozent) an den Wasserbetrieben wurde am Dienstag unterzeichnet. Damit gehört das Versorgungsunternehmen wieder komplett dem Land Berlin. Der Kauf per Darlehen erfolgt rückwirkend zum 1. Januar 2013, zu einem Preis von 590 Millionen Euro. Es dauert 30 Jahre, bis der Kredit abbezahlt ist. za

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