AUSSTELLUNGSPROJEKTE : Auch das Potsdam-Museum zeigt 2014 ostdeutsche Kunst

Auch das Potsdam-Museum bereitet momentan eine Ausstellung mit DDR-Kunst vor: Im Jahr 2014 will das Museum unter dem Schwerpunkt „Stadtraum – Kunstraum“ Werke aus seiner umfangreichen Sammlung ostdeutscher Kunst zeigen. Das sagte Museumschefin Jutta Goetzmann dem Tagesspiegel. Dafür wolle man mit dem vom Bund geförderten Gemeinschaftsprojekt „Bildatlas – Kunst in der DDR“ mit Sitz in Dresden kooperieren.

Die Museumsmitarbeiter seien bereits seit 2009 damit beschäftigt, den Bestand an DDR-Kunst zunächst einmal überhaupt zu erfassen und wissenschaftlich aufzuarbeiten – eine Aufgabe, die noch nicht abgeschlossen ist. Laut Goetzmann besitzt das Potsdam-Museum gut 5000 Werke, davon mehr als 2000 Grafiken, rund 1500 Gemälde, aber auch Fotografien und Skulpturen. Die Werke hat das Museum von der seinerzeit an das Museum angeschlossenen „Galerie sozialistischer Kunst“ übernommen. Sie lagern momentan im neu dafür eingerichteten Depot in Groß Glienicke.

„Es sind nicht so viele große Namen darunter“, sagte Jutta Goetzmann. Der Schwerpunkt der Sammlung liege auf Kunst aus den Jahren 1975 bis 1989, aber auch ältere Werke seien von der Galerie angekauft worden. Die meisten Werke stammen von Künstlern aus dem Potsdamer und Berliner Raum, aber auch Dresdener, Hallenser und Leipziger seien vertreten – die eine oder andere Entdeckung also möglich.

Auch in der ersten Ausstellung am neuen Standort des Potsdam-Museums im Alten Rathaus, die am 20. August eröffnet werden soll, wird DDR-Kunst aus dem Museumsdepot vertreten sein, sagte die Museumsleiterin: Gezeigt werden demnach zwei Lithografien zum Thema Friedrich II. von Bernhard Heisig. Die Ausstellung mit dem Titel „Friedrich und Potsdam – Die Erfindung (s)einer Stadt“ widmet sich der Entwicklung Potsdams zur königlichen Residenzstadt. Dabei sollen städtebauliche, architektonische und sozialhistorische Aspekte beleuchtet werden. Die von Hasso Plattner geplante Kunsthalle verstehe sie nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung, sagte Museumschefin Goetzmann: „Ich begrüße seine Initiative natürlich.“ jaha

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