Autobahnbau : Avus früher fertig als geplant

Es gibt auch Baustellen mit guten Nachrichten. Die Avus wird viel früher fertig, als geplant. Zuvor gibt es aber starke Verkehrseinschränkungen. Besonders für Pendler wird es schwierig.

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Die Avus ist wieder eröffnet, die Bauarbeiten auf dem Zubringer zur Stadtautobahn im Südwesten Berlins wurde am Mittwoch dem 28. November von Stadtentwicklungssenator Michael Müller, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (v.l) freigegeben. In Ermangelung anderer Erfolgsmeldungen müssen in Berlin jetzt schon Reparaturen mit solchem Brimborium gefeiert werden.Weitere Bilder anzeigen
Foto: dapd
28.11.2012 18:03Die Avus ist wieder eröffnet, die Bauarbeiten auf dem Zubringer zur Stadtautobahn im Südwesten Berlins wurde am Mittwoch dem 28....

Für Pendler zwischen Berlin und Potsdam wird dieser Sommer wohl eine Herausforderung. Die Sanierung der Avus soll zwar früher als geplant abgeschlossen werden – dafür wird ab Ende Juni aber gleich auf zwei Abschnitten parallel gebaut. Und auch auf der Schiene gibt es weiter Probleme.

Noch im November oder Dezember dieses Jahres soll die Avus komplett saniert übergeben werden, sagte Petra Rohland, Sprecherin von Verkehrssenator Michael Müller. Ursprünglich sollte die Fahrbahn erst im Herbst 2013 freigegeben werden. Ermöglicht haben die schnelle Fertigstellung offenbar milde Temperaturen im Winter 2011/2012. Außerdem garantiert das sogenannte Beschleunigungsprogramm des Bundes den Baufirmen eine Prämie von bis zu einer Million Euro, wenn die Arbeiten früher als geplant abgeschlossen werden, erklärte Rohland.

Dies gelang auch mithilfe moderner Gerätschaften: Ein besonders leistungsfähiger Gussasphaltfertiger verlegt am Tag bis zu einen Kilometer Asphalt, dadurch war bereits im Oktober 2011 der Bauabschnitt zwischen Spanischer Allee und Hüttenweg stadteinwärts vier Monate vor Zeitplan fertiggestellt. Ab den Sommerferien sollen dort nun Bauarbeiten stadtauswärts parallel zu den fast abgeschlossenen Arbeiten zwischen Funkturm und Hüttenweg beginnen, um das mit 28 Millionen Euro veranschlagte Projekt fertig zu bekommen.

Für Pendler wird dieser Abschnitt dann zum Nadelöhr. Zusätzlich haben rund 20.000 Fahrgäste der S-Bahn zwischen Berlin und Potsdam mit Einschränkungen zu kämpfen. Seit April gibt es auf der Linie 7 Engpässe und Zugausfälle. Grund sind Bauarbeiten am S-Bahnhof Nikolassee, die frühestens im November beendet sein werden. Auch die Regionalbahnlinie ist in diesem Jahr unterbrochen und bietet keine Alternative. In der kommenden Woche sind nun Gespräche zwischen VBB und S-Bahn geplant, um die Situation erträglicher zu machen.

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