Bauforschung : Auszüge aus der Doktorarbeit von Manfred Körtgen

ZENTRALE ZITATE



„Beim Versuch, komplexe Baumaßnahmen in ihrer Abwicklung zu optimieren, ist die Realisierung eines durchgängigen Informationsflusses unabdingbar, wobei mit steigender Zahl der Partner und somit der unterschiedlichen Interessen in der Prozesskette das Optimierungspotential entsprechend größer wird.“

„Eine weitere Unzulänglichkeit beim Einsatz E-Mail-basierter Kommunikation liegt darin, dass Daten häufig unstrukturiert in die Vorgangsbearbeitung gelangen. Häufig speichert jeder Projektmitarbeiter die so übermittelten digitalen Daten auf seiner lokalen Festplatte, druckt sie aus und legt sie in der eigenen Akte ab. So können andere Projektteilnehmer nicht darauf zurückgreifen. Durch diesen erheblichen Mehraufwand (doppelte Ablage, Anfertigung von Tageskopien, Sucharbeit in Archiven, Selektion, Ablage und Speicherung etc.) geht den Projektbeteiligten wertvolle Zeit verloren, die für die eigentlichen Aufgaben der Projektabwicklung notwendig wäre, ganz abgesehen von der Gefahr, mit überholten oder nicht vorhandenen Planungsständen zu arbeiten.“ (…)

„Die Projektleitung übernimmt innerhalb des Projektes Führungsverantwortung. Sie hat in der Organisation eine Stabsfunktion und ist entscheidungs-, weisungs- und durchsetzungsbefugt. Grundsätzlich übernimmt die Projektleitung originäre Bauherrenaufgaben. Im Gegensatz zur Projektsteuerung sind diese Aufgaben nicht an Dritte delegierbar.“ (…)

AUS DER ZUSAMMENFASSUNG

„In dieser Arbeit konnte im Ergebnis dargestellt werden, dass bei Anwendung von sechs beispielhaften Prozessabläufen beim Einsatz neuer IT-gestützter Informations- und Kommunikationssysteme Optimierungen zu erreichen sind. Diese geben den heutigen Stand der Technik wieder, da gerade in diesem Bereich ständig Weiterentwicklungen durchgeführt werden. Es gilt, immer wieder erkennbare Lücken zu schließen, Erfahrungswerte aus laufenden Projekten einzubringen und vor allem die Benutzerfreundlichkeit weiter zu verbessern.“

EIN ABSCHNITT NAMENS AUSBLICK

„Gleichwohl bedarf es auch und vor allem guter und erfahrener Ingenieure, die das Instrumentarium anwenden und weiterentwickeln können. Hier sind sowohl Planer und Auftraggeber als auch Softwarehersteller gefragt, die nur im Zusammenspiel ihrer Erfahrungen die Arbeiten verbessern können.

Ich bin überzeugt, dass weiter ,Stellschrauben‘ in dynamisierten Anwendungen identifiziert werden können. So richtet sich diese Arbeit an die Projektmanager (Architekten und Bauingenieure), die unter immer größerem Kosten- und Termindruck stehen, dass vordergründig die Werkzeuge als Basics vorausgesetzt werden. Die Praxis zeigt deutlich, dass in den hohen Anforderungen von komplexen Baumaßnahmen die Zahl der beteiligten Spezialisten weiter wächst. (...) Im immer stärkeren Kostendruck sind Systeme dann vor allem erfolgreich, wenn das Kosten/Nutzen-Verhältnis dem Anwendungszweck angemessen ist. Der Verfasser plädiert eindringlich, die wissenschaftlichen Erkenntnisse kontinuierlich praxisorientiert und -tauglich abzugleichen.“

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