Berlin : Bei der „Aquamediale“ schlagen die Wellen hoch

Goyatz/Lübben - Mühsam abgezahlte Einfamilienhäuser, private Erinnerungen: Alles leidet zurzeit unter den Fluten. „So was ist am schlimmsten“, sagt Christian Gracza bescheiden, da will er eigentlich gar nicht an andere Sorgen denken. Doch manche haben sie, denn es sollen doch jetzt Besucher strömen und nicht womöglich die Fluten. „Aquamediale“ heißt die Kunstaktion auf dem Land, die Gracza kuratiert: 22 Künstler aus aller Welt zeigen ab Sonnabend und bis 8. September ihre Werke südöstlich von Berlin – und zwar am und auf dem Wasser, auf den Feldern, in Wald und Dorf.

So soll am Freitag im Spreewald an der Haupttouristen-Kahnabfahrt am Hafen 1 in Lübben ein Tretboot zu Wasser gelassen werden. Ja, ein Tretboot zwischen all den Kähnen, und auch noch eins mit nachgebauter Flugzeugturbine drauf, die Kunst soll ein Hingucker sein. Falls das Wasser braun werde und steige, das Boot werde aufschwimmen, sagt Gracza. Ein anderes Werk setzt sich mit jenem Problem auseinander, das die Menschen nun umtreibt: dem Kampf gegenHochwasser. So hat ein Künstler Sandsäcke im Kreis drei Meter hoch zu einem Pool aufgestapelt. Ob es in Lübben Überschwemmungen gibt, hängt von der Talsperrenflutung flussaufwärts ab. Und noch ein wasserbezogenes Objekt präsentiert die von staatlichen und privaten Förderern ermöglichte „Aquamediale“ des Landkreises Dahme-Spreewald: In den Schwielochsee kommt ein U-Boot. kög

Informationen im Netz:

www.aquamediale.de

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