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Bei Wartungsarbeiten am Flughafen : Schönefeld: Lichtmast kracht auf Airbus

Beim Abschleppen touchierte vergangene Nacht in Schönefeld ein Airbus einen Lichtmasten. Der krachte daraufhin auf den Rumpf der Maschine. Ein Techniker wurde leicht verletzt.

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In Schönefeld krachte ein Lichtmast auf einen Airbus A321 von Condor.
In Schönefeld krachte ein Lichtmast auf einen Airbus A321 von Condor.Foto: 105'5 Spreeradio

Viel Glück hatte ein Techniker bei einem Unfall auf dem Flughafen Schönefeld, bei dem ein Lichtmast auf ein Flugzeug gestürzt war. Der Mast schlug knapp hinter dem Cockpit auf, in dem der Mann saß, so dass er nur leicht verletzt wurde. Die Maschine hatte mit der Tragfläche den Mast umgerissen.
Der Airbus A 321 der Fluggesellschaft Condor sollte in der Nacht zu Mittwoch um 0.30 Uhr zum Wartungshangar geschleppt werden, um dort routinemäßig untersucht zu werden. Auf dem Vorfeld im so genannten GAT-Bereich stieß die rechte Tragfläche gegen den Mast, der sich nach vorne neigte und auf den Rumpf des Flugzeuges knallte. Dabei verfehlte er nur knapp das Cockpit. Es wurde nach Angaben von Flughafensprecher Lars Wagner aber beschädigt. Der dabei leicht verletzte Techniker konnte bereits am Morgen das Krankenhaus verlassen.

100 Millionen Euro: Der Airbus ist neu

Normalerweise sei der Weg für den Schlepper vorgegeben. Warum der Fahrer die vorgesehene Route verlassen hat, müsse nun untersucht werden, sagte Wagner weiter. Zuständig fürs Schleppen der Maschine war der Bodendienstleister Acconia, der sich auf Anfrage noch nicht äußern wollte. Die Flugsicherung gibt nur die Fahrt frei.
Ein solches Schleppen erfolge unter Aufsicht, sagte Wagner. Auch hier müsse nun untersucht werden, warum nicht bemerkt worden war, dass die Tragfläche des Flugzeuges sich dem Mast näherte.
Wie hoch der Schaden ist, könne man noch nicht sagen, sagte Condor-Sprecher Johannes Winter. Der Airbus ist sehr neu. Der Listenpreis liegt bei mehr als 100 Millionen Euro. Eingestuft ist der Vorfall als Arbeitsunfall. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung greift deshalb nicht ein.