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BER Eröffnungstermin und Technik : Flughafen schreibt jetzt Planung neu aus

Am BER werden neben der Entrauchungsanlage viele andere neue technische Anlagen so nicht abgenommen. Jetzt sucht der Flughafen europaweit Hilfe. Und im Bund glaubt man nicht mehr an eine Eröffnung 2017.

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Leere am Flughafen BER. Foto: dpa
Leere am Flughafen BER.Foto: dpa

Der BER in Betrieb 2017? Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Martin Burkert (SPD) glaubt wohl nicht mehr daran. Burkert erwartet mittlerweile, dass der neue Berliner Flughafen BER erst noch später seinen Betrieb aufnehmen wird. "Ich persönlich würde nichts darauf verwetten, dass der Flughafen vor 2017 in Betrieb geht", sagte er der "Welt". "Alle Hinweise, die ich habe, deuten eher darauf hin, dass es noch später wird." Für den neuen Flughafen steht noch immer kein Eröffnungstermin fest.
Planungsfehler, Baumängel und Technikprobleme verhinderten schon vier Eröffnungstermine seit 2011. Flughafenchef Hartmut Mehdorn will erst am Jahresende einen verbindlichen Termin nennen. Ein Start vor 2016 gilt bereits als unwahrscheinlich. Trotzdem ist Burkert dafür, dass Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn auf dem Chefsessel der Flughafengesellschaft bleibt. "Herr Mehdorn muss das Projekt mit dem Aufsichtsrat zu Ende führen. Er ist im Film", sagte der SPD-Politiker. "Und ich sehe auch niemanden, der bereit wäre, die Aufgabe des Flughafenchefs jetzt zu übernehmen."

Und die wird nicht kleiner, im Gegenteil: Die Flughafengesellschaft hat jetzt den Auftrag für die „notwendigen Planungsrestleistungen“ europaweit ausgeschrieben. Da bereits gebaute Teile des Terminals nicht genehmigungs- oder abnahmefähig seien, sei „eine Anpassung mit Teilumbau der technischen Anlagen im Terminal zur Erreichung einer Genehmigungsfähigkeit und der Inbetriebnahme des neuen Flughafens BER noch erforderlich“, heißt es in der Ausschreibung. Die Planungen umfassen Arbeiten im Wert von über 30 Millionen Euro.

Planer sollen jetzt die Planung überprüfen

Zum Auftrag gehört auch das Prüfen der Planungsunterlagen des alten Generalplaners pgbbi, zu der sich die Architekturbüros Gerkan, Mark und Partner (gmp) sowie JSK zusammengeschlossen hatten. Dem Generalplaner war 2012 nach dem Verschieben des damals für den 3. Juni 2012 vorgesehenen Eröffnungstermins gekündigt worden. Die neuen Planer sollen auch beim Durchsetzen „von Mängel- und Schadensersatzansprüchen wegen Planungsmängel des ehemaligen Generalplaners pgbbi“ mitwirken.

Hier hat die Flughafengesellschaft eine Klage eingereicht, die derzeit aber im gegenseitigen Einvernehmen ruht.

Die Bewerber müssen einen mittleren Jahresumsatz in Höhe von mindestens sieben Millionen Euro nachweisen. Die Angebote müssen bis zum 27. Mai abgegeben sein.

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