Mehdorn versus Amann : Keine schnelle Besserung in Sicht

14.06.2013 11:34 UhrVon

Einen Burgfrieden sollen BER-Chef Hartmut Mehdorn und Technikchef Horst Amann geschlossen haben. Aber gemeinsame Auftritte sind wohl nichts für die beiden. Zumindest konnte am Donnerstag genau dieser Eindruck entstehen. Lesen Sie mehr hier im BER-Blog.

BER-Chef Hartmut MehdornBild vergrößern
BER-Chef Hartmut Mehdorn - Foto: dpa

Alles soll hinter dem großen Ziel, der schnellen Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER, zurückstehen - vor allem persönliche Animositäten. Davon gibt es, wenn so viele Alphatiere zusammentreffen in Geschäftsführung und Aufsichtsrat, natürlich einige. Besonders brisant ist derzeit die zwischen BER-Chef Hartmut Mehdorn und Technik-Chef Horst Amann. Mehdorn hat kein großes Geheimnis daraus gemacht, dass er Amann am liebsten so schnell wie möglich los werden würde. Dass ein Jahr lang nicht viel passiert ist auf der BER-Baustelle, hält er vor allem Amann vor. Doch nun soll es einen Burgfrieden geben. Auch Matthias Platzeck sagte am Rande der Aufsichtsratssitzung am Mittwochabend, dass er davon ausgehe, dass die Geschäftsführung gemeinsam agiere.

Vermutlich tut sie das auch - nur tritt sie wohl ungern zusammen auf. So auch am Donnerstag. Vormittags trafen die Berichterstatter für den BER im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages zusammen, um sich über den aktuellen Stand informieren zu lassen. Geladen war natürlich unter anderem Hartmut Mehdorn, der sein Kommen auch zugesagt hatte. Auch Horst Amann war geladen, sagte allerdings erst ab und ließ auf Nachfrage dann wenigstens offen, ob er kommen würde. Mehdorn wiederum signalisierte, dass er am liebsten ohne seinen Technik-Chef auftreten würde. Das Ergebnis sah dann ganz anders aus: Amann kam, aber Mehdorn nicht. Der ließ sich entschuldigen, "krankheitsbedingt". Drei Stunden später präsentierte er allerdings bereits die Bilanz 2012 auf einer Pressekonferenz und wirkte gesundheitlich wenig angeschlagen. "Wir gratulieren Herrn Mehdorn für seine schnelle Genesung, aber ich halte es für sehr dreist, gegenüber dem Parlament eine Krankheit anzugeben und dann sehr munter eine Bilanzpressekonferenz abzuhalten", sagte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Anton Hofreiter (Grüne).

Keine Lust auf das Parlament? Oder wollte Mehdorn Amann, mit dem er doch angeblich Frieden geschlossen hat, aus dem Weg gehen? BER-Sprecher Ralf Kunkel sieht in Mehdorns Absage keine "tiefere Bedeutung". Grund sei vielmehr die lange Aufsichtsratssitzung am Abend zuvor. "Da brauchte Herr Mehdorn eben eine kurze Auszeit", sagte der BER-Sprecher. Das müsse man verstehen, bei einem 14- bis 16-Stunden-Tag.

zur Startseite

Umfrage

Soll die Hauptstraße in Schöneberg in David-Bowie-Straße umbenannt werden?

Altersvorsorge

Altersvorsorge

Welche Vorsorge-Optionen gibt es? Und welche Maßnahmen sind wirklich sinnvoll? Präsentiert von unserem Partner CosmosDirekt klären wir offene Fragen.

Diese und weitere Informationen zum Thema Altersvorsorge finden Sie auf unserer Themenseite.

Folgen Sie unserer Berlinredaktion auf Twitter:

Tanja Buntrock:
Karin Christmann:


Robert Ide:


Sigrid Kneist:


Anke Myrrhe:


Hier twittert die Stadtleben-Redaktion des Tagesspiegels. Tipps und Trends, Themen und Termine - alles, was die Stadt bewegt:



Machen Sie mit und verlinken Sie Ihre morgendlichen Fotos mit dem Hashtag #gmberlin. Oder schicken Sie Ihre Fotos wie gewohnt an leserbilder@tagesspiegel.de! Wir freuen uns auf Ihre Bilder!


Die ersten Ergebnisse sehen Sie in unserer Fotostrecke.


Tagesspiegel lokal

Zehlendorf-Kiez

Zehlendorf – fein, langweilig, reich? Denkste! Wir hinterfragen gemeinsam mit Jugendlichen, Erwachsenen, Prominenten Klischees und schreiben spannende Geschichten aus dem Stadtteil: über Menschen, lokale Politik und ein Lebensgefühl mit Wasser und Wald. Schreiben Sie mit an unserer Seite über Zehlendorf!

Zum Ortsteil Zehlendorf


Ku'damm

Alle reden vom neuen Aufschwung am berühmten Berliner Kurfürstendamm. Wir zeigen die Fortschritte, aber auch Schattenseiten der Entwicklung in der westlichen Innenstadt und stellen die Menschen dort vor. Machen Sie mit bei unserer Seite zum Ku'damm-Kiez!

Zum Ortsteil Ku'damm


Spandau

Kaum ein Bezirk ist so kontrastreich wie das "gallische Dorf" am Westrand Berlins, vom riesigen Stadtforst bis zu bedeutenden Industriestandorten von Konzernen wie BMW und Siemens, von Großsiedlungen wie dem Falkenhagener Feld über das dörfliche Gatow bis hin zu den Kladower Villen. Unser Portal ist eine Mischung aus aktuellen Nachrichten, Kiez-Reportagen und Debatten-Plattform. Mischen Sie mit!

Zum Ortsteil Spandau


Pankow

Pankow boomt. Das Gebiet nördlich vom Prenzlauer Berg wächst rasant. Zu DDR-Zeiten lebten hier vor allem Diplomaten, Funktionäre und Künstler; nun kommen Familien aus dem Prenzlauer Berg hinzu. Eine interessante Mischung. Wir berichten, wie sich das alte Pankow verändert und wer es verändert. Und wir erzählen Geschichten aus der Zeit vor 1989. Die sind spannender als jeder Krimi.

Zum Ortsteil Pankow


Wedding

Der Wedding lebt. Nur wie? Finden wir es heraus, gemeinsam. Wir: die Leser und die Journalisten des Tagesspiegels. Wir schreiben: Eine Seite über den Wedding. Den alten. Den neuen. Den guten. Den schlechten. Und den dazwischen. Früher Bezirk, bis heute Ereignis. Machen Sie mit bei unserer Seite über den Wedding-Kiez!

Zum Ortsteil Wedding


Kreuzberg

Berlin ist Kreuzberg. Und umgekehrt. Kaum ein anderer Berliner Bezirk wird so stark mit der Hauptstadt in Verbindung gebracht wie Kreuzberg. Was die Kreuzberger bewegt, viele Kiezgeschichten und Meinungen lesen Sie im hyperlokalen Projekt des Tagesspiegels.

Zum Ortsteil Kreuzberg


Service

Nachrichten aus den Bezirken

Weitere Themen

Veranstaltungen im Tagesspiegel

In unserem Verlagsgebäude finden regelmäßig Salons, Vorträge und Debatten statt, zu denen wir Sie herzlich einladen.