Berlin-Bewerbung 2024 oder 2028 : Auch die Piraten ringen um Olympia

Wer macht mit bei einer Resolution für eine Olympia-Bewerbung? Auch die Piraten sind mit Rot-Schwarz nun uneins. Am Donnerstag wird weiter im Parlament diskutiert.

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Im Olympiabad gleich neben an soll um die Wette geschwommen werden.Weitere Bilder anzeigen
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01.09.2014 10:15Im Olympiabad gleich neben an soll um die Wette geschwommen werden.

Eine gemeinsame Resolution von SPD, CDU, Grünen und Piraten zu einer Olympiabewerbung wird es derzeit nicht geben. Nach den Grünen lehnen nun auch die Piraten einen Resolutionsentwurf vorerst ab, den die Sportpolitiker von SPD, CDU, Grünen und Piraten ursprünglich verfasst hatten. Die olympiakritische Linke will am Donnerstag im Parlament ohnehin einen eigenen Antrag einbringen. Die Abgeordneten wollen in der Aktuellen Stunde über Bürgerbeteiligung – und auch Olympia – debattieren. Auch Berliner können an einer neuen Umfrage zu den Plänen teilnehmen.

Linksfraktionschef Udo Wolf sagte, neben den Haushaltsrisiken sei vor allem die Politik des Internationalen Olympischen Komitees zu kritisieren. Auch wenn das IOC ein Reformpaket angekündigt habe, müsse man mit einer Fortführung der so genannten „Host City Contracts“ rechnen: Diese Verträge würden alle Risiken, die durch die vom IOC diktierten Bedingungen entstehen, den Ausrichterstädten übertragen. „Olympia ist eine schöne Sportveranstaltung, aber sie darf nicht zur Belastung für die Stadt werden“, sagte Wolf. Die Linke lehne deshalb „derzeit“ eine Olympia-Bewerbung ab.

Die Piraten sind Olympia "grundsätzlich nicht abgeneigt"

Die Piraten sind „den Spielen grundsätzlich nicht abgeneigt“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer Heiko Herberg. „Zum jetzigen Zeitpunkt“ wolle man die Entscheidungen und Reformen des DOSB und des IOC abwarten. Sollte das IOC den Bewerberstädten „in Sachen Transparenz und Finanzierung entgegenkommen“, könne man einer Bewerbung zustimmen. Die Grünen-Fraktion ist sich nicht einig. Außerdem will sie die Positionierung des Landesparteitags am 11. Oktober abwarten. Es könnte also sein, dass die Grünen doch noch in eine gemeinsame Resolution mit SPD und CDU einwilligen.

Berlins Olympia-Pläne reichen von Rostock bis Wolfsburg
Raus aus der Stadt, rauf auf die Autobahn und ab in den Norden: Hier in der Stolper Heide befindet sich seit 1997 ein Golfclub, der einst angelegt worden ist von der Golf-Legende Bernhard Langer und der offenbar als Olympiastätte genutzt werden kann. Der Club hat zwei 18-Loch-Plätze und nach eigenen Angaben mehr als 1400 Mitglieder. Und wo liegt noch mal Stolpe? Schauen wir auf das nächste Foto.Weitere Bilder anzeigen
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SPD und CDU wollen am Donnerstag den mit Piraten und Grünen verfassten Resolutionsentwurf ins Parlament einbringen. „Unser Ziel ist weiterhin ein breites und starkes politisches Signal“, sagte CDU-Fraktionschef Florian Graf. Deshalb bleibe „unsere Hand für einen gemeinsamen Beschluss mit den Oppositionsfraktionen ausgestreckt“. Das dürfte Grüne und Piraten politisch unter Druck setzen: Alle Olympia-Anträge werden anschließend im Haupt- und Sportausschuss diskutiert und abgestimmt.

48 Seiten Olympia, 48 Seiten voller Ideen: Das Konzept der Stadt ist gar nicht langweilig. Wer darin blättert, stolpert über einige absurde Orte, an denen die Spiele stattfinden könnten - und einige richtig gute. Ein Stadtspaziergang durchs sportliche Berlin. Lesen Sie mehr unter diesem Tagesspiegel-Link. Und hier berichten wir, wo die Spiele außerhalb Berlins stattfinden könnten - von der Ostsee bis nach Wolfsburg.

Die Sportstätten Berlins
Im Olympiabad gleich neben an soll um die Wette geschwommen werden.Weitere Bilder anzeigen
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01.09.2014 10:15Im Olympiabad gleich neben an soll um die Wette geschwommen werden.



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