Berlin : Komparsen fordern von Tom Cruise Millionen

Bei den Dreharbeiten zum Stauffenberg-Film "Walküre" verletzten sich Berliner Komparsen, als sie bei voller Fahrt von einem Lkw stürzten. Nun wollen sie von der US-Filmproduktionsfirma United Artists Schadenersatz in Millionenhöhe.

Tom Cruise
Tom Cruise in "Operation Walküre" -Foto: dpa

BerlinEin Brief mit der Forderung über 7,4 Millionen Euro sei unter anderen dem Unternehmen sowie Anteilseigner und Hollywoodstar Tom Cruise zugestellt worden, sagte Rechtsanwältin Ariane Bluttner von der Berliner Kanzlei Dr. Schmitz & Partner.

Die zwölf Statisten, die von der Anwältin vertreten werden, waren im August vergangenen Jahres bei Filmarbeiten in Berlin von einem Lkw gestürzt, als sich in einer Kurve eine Seitenklappe gelöst hatte. Angaben Bluttners zufolge hoffen ihre Mandanten, eine außergerichtliche Einigung mit der Produktionsfirma zu erzielen. Sollte es dazu nicht kommen, würden strafrechtliche oder zivilrechtliche Schritte in den USA geprüft. Diese seien allerdings mit wesentlich höheren Kosten verbunden als ähnliche Verfahren in Deutschland, ergänzte die Rechtsanwältin.

Die Komparsen erheben den Vorwurf, dass das Film-Team von dem Defekt des Lkw gewusst habe. Das Amt für Arbeitsschutz hat Medienberichten zufolge die Behauptung nach der Untersuchung des Falls zurückgewiesen. Tom Cruise spielt in dem Film, der in vier Monaten in den USA Premiere feiern soll, den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg. (rope/ddp)

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