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Berlin-Schönefeld : Jährlich 500 Kollisionen von Flugzeugen mit Vögeln

Ein Flugzeug der israelischen Fluggesellschaft El Al kollidierte am Montagvormittag mit einem Vogelschwarm. Die Maschine musste umkehren. Ein Unfall, der in Berlin schon lange nicht mehr vorkam.

Rainer W. During
Keine Vögel da? Na dann guten Flug! Maschine im Landeanflug auf Berlin-Schönefeld.
Keine Vögel da? Na dann guten Flug! Maschine im Landeanflug auf Berlin-Schönefeld.Foto: dpa

Eine Boeing 737 der israelischen Fluggesellschaft El Al kollidierte am Montagvormittag kurz nach dem Start auf dem Flughafen Schönefeld mit einem Vogelschwarm. Ein Triebwerk und der Rumpf der Maschine wurden nach Angaben eines Flughafensprechers beschädigt. Die 144 Passagiere und zehn Besatzungsmitglieder kamen mit dem Schrecken davon, die Maschine landete problemlos wieder in Schönefeld und wird repariert. Die Reisenden starteten am späten Abend mit einer Ersatzmaschine nach Israel.

Mit Lichtblitzen und Böllern werden in Tegel und Schönefeld wie auf anderen Flughäfen auch Vögel, die dem Luftverkehr gefährlich werden könnten, verscheucht. Bundesweit kommt es dennoch nach Angaben des Deutschen Ausschusses zur Verhinderung von Vogelschlägen im Luftverkehr zu rund 500 Kollisionen zwischen Flugzeugen und Vögeln.

Geraten viele Vögel in ein Triebwerk, können sie dieses allerdings beschädigen, so am Montagvormittag bei der Boeing 737 der israelischen ElAl. Die Maschine mit der Flugnummer LY352 musste deshalb kurz nach dem Start nach Schönefeld zurückkehren.
Einer der letzten derartigen Vorfälle hatte sich im November 2012 einen in Tegel gestarteten Airbus der Lufthansa betroffen, der ebenfalls nach einer Platzrunde wieder sicher landete. Die Gefahr eines so genannten Vogelschlags ist in den Zugzeiten im Frühjahr und Herbst an größten. Auch im Herbst 2013 kam es zu diesem Unfall.

In sogenannten Birdams werden die Piloten über die zu erwartenden Routen der Zugvögel informiert. Denn größere Vögel können bei einer Kollision schon auch ein Cockpitfenster durchschlagen. Fälle wie im Januar 2009 in New York, wo riesige Kanada-Gänse in beide Triebwerke eines Airbusses gerieten, der daraufhin auf dem Hudson River notwassern musste, sind dagegen eine absolute Ausnahme.

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