Berlin-Spandau : Das marode Häuschen der DLRG-Lebensretter

Dachschaden, Schimmel, gekappte Leitungen. An der Havel verkommt ein DLRG-Haus. Der Leiter bekommt nun Hilfe.

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Eine Bootsbesatzung der DLRG fährt in einem Rettungsboot über die Havel in Berlin. Foto: picture alliance / dpa
Eine Bootsbesatzung der DLRG fährt in einem Rettungsboot über die Havel in Berlin.Foto: picture alliance / dpa

Die Laune bei den Rettungsschwimmern ist so getrübt wie das Wetter. Grund dafür ist das DLRG-Häuschen an der Großen Badewiese in Gatow. Die Mängel: Schimmelbefall, gekappte Wasser-, Strom- und Telefonleitungen, die Regenrinne im Eimer, Ameisen überall. Folge: Das Haus ist seit 2016 gesperrt. Schaden: 70.000 Euro. „Wir haben die Sorge, dass unser Haus einfach aufgegeben wird“, sagt Thorsten Ross, 48, Spandaus DLRG-Chef (900 Mitglieder). Er ist Entwicklungsingenieur und bei der DLRG ehrenamtlich tätig. Ross hofft auf Hilfe der Politik, denn: „Es wird immer schwieriger, Rettungsschwimmer für den Sommer zu finden ….“

Diese Nachricht hatten wir vorige Woche in unserem Tagesspiegel-Newsletter für Spandau aufgeschrieben - und jetzt tut sich was.

Kai Wegner ist neuer Präsident der DLRG

Einen Verbündeten mehr in der Sache hat Ross nämlich seit dieser Woche: Da wurde der Spandauer CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner zum neuen Präsidenten der DLRG Berlin gewählt. Er erhielt 119 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 13 Enthaltungen. Und der ließ mitteilen: "Vom ehrenamtlichen Einsatz profitieren neben Familien besonders auch junge Leute und Menschen mit geringem Einkommen, für welche die Eintrittspreise der Schwimmbäder oft zu hoch sind."

Und es tut sich jetzt noch mehr

Und das ist nicht alles - mehr lesen Sie am Dienstag im neuen Spandau-Newsletter. Dort finden Sie auch ein Interview mit Thorsten Ross zu den Badestellen in Spandau und über den Alltag von Rettungsschwimmern an den Stränden. Die Anmeldung zum Tagesspiegel-Newsletter ist kostenlos und möglich unter www.tagesspiegel.de/leute

Inselstadt Berlin
Willkommen in der Inselstadt Berlin. Nee, um die Mauer soll's hier nicht gehen, sondern wirklich um - Berlins Inseln. Natürliche, künstliche, und andere, die nur so heißen. Dieses Foto entstand an der Anlegestelle an der Havelchaussee, tief im Grunewald - von dort geht's rüber nach Lindwerder. Es gibt noch viel mehr dieser schönen Urlaubsorte, für die man auch nicht in den Touri-Flieger steigen muss. Foto: André GörkeWeitere Bilder anzeigen
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