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Berliner forderte gewaltsame Absetzung von Merkel : "Reichsbürger" Christoph Kastius wieder vor Gericht

Seit vielen Jahren fällt der Berliner Christoph Kastius durch wirre oder aggressive Aktionen auf. Am Freitag beginnt nun ein Prozess gegen ihn: Er soll im Internet eine Aktion zur Absetzung der Kanzlerin angekündigt haben.

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Justitia (Symbolbild) Foto: helmutvogler - Fotolia
Justitia (Symbolbild)Foto: helmutvogler Fotolia

Am Freitag beginnt am Amtsgericht in Tiergarten der Prozess gegen den 40-jährigen Christoph Kastius. Er soll auf Facebook die gewaltsame Absetzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel gefordert haben. Nach Justizangaben soll er im Internet zu einer Versammlung gegen die Bundeskanzlerin aufgerufen und eine Aktion zur Absetzung angekündigt haben.

Die angemeldete Versammlung sei polizeilich verboten worden. Angeblich war sogar eine App für Smartphones entwickelt worden, die den "Sturm auf den Reichstag" koordinieren sollte. Kastius war 2011 mit einer Axt ins Jobcenter Tempelhof eingedrungen und hatte den Computer eines Mitarbeiters zerstört. Erstmals polizeilich aufgefallen war Kastius im Oktober 1999, als er mit einer ungeladenen Schreckschusspistole bewaffnet das Studio des Fernsehsenders n-tv stürmte und drohte, sich vor laufenden Kameras zu erschießen, sollte die Telekom ihm seine Schulden nicht erlassen.

Ausschluss aus dem "Fürstentum Germania"

Kastius gilt als Anhänger der sogenannten Reichsregierungen – das sind Zusammenschlüsse von Wirrköpfen und Rechtsextremisten, die behaupten, dass die Bundesrepublik Deutschland und das Grundgesetz nicht existieren, sondern das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 fortbesteht. Nach Angaben der Internetseite „Psiram“, die das Treiben von politischen Sekten und Verschwörungstheoretikern dokumentiert, wurde Kastius zuletzt im Jahr 2009 aus dem „Fürstentum Germania“ ausgeschlossen, weil er eigenmächtig zu einer „Deutschen Nationalversammlung“ eingeladen hatte.

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