Berliner Hotellerie : Das Waldorf-Astoria macht Geschichten

Das Anfang 2013 eröffnete Luxushotel im Charlottenburger Zoofenster-Hochhaus hat die Gewinner eines Literaturwettbewerbs gekürt. Damit will das hauseigene „Romanische Café“ seinem Namen gerecht werden, der an einen berühmten alten Künstlertreff erinnert.

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Siegerin im Literaturwettbewerb. Die Schriftstellerin und Unternehmerin Petra van Laak. Foto: promo/Karoline Wolf
Siegerin im Literaturwettbewerb. Die Schriftstellerin und Unternehmerin Petra van Laak.Foto: promo/Karoline Wolf

Ein Patissier im Luxushotel Waldorf-Astoria, der Außergewöhnliches leistet, aber seine dunkle Vergangenheit bis zu einer überraschenden Begegnung verschweigt, ist die Hauptfigur der Kurzgeschichte „Das dritte Leben“ von Petra van Laak – und damit hat die Potsdamer Schriftstellerin und Unternehmerin jetzt einen Literaturwettbewerb des Hotels im Zoofenster-Turm gewonnen. Die „spannende, unterhaltsame und romantische“ Erzählung überzeugte die Jury aus Hotelchef Gregor Andréewitch, dem FU-Professor, Verleger und Kulturmanager Klaus Siebenhaar, dem Moderator und Autor Jörg Thadeusz, der Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin Christine Eichel und Direktor Ulrich Schreiber vom Internationalen Literaturfestival Berlin.

Mehr als 40 Autoren hatten sich für den im Frühjahr 2013 gestarteten Wettbewerb unter dem Motto „Beobachtungen im Romanischen Café“ beworben, 15 wurden ausgewählt. Heute trägt das Hotel-Café im Parterre diesen Namen. Das Original war in den 1920er Jahren ein berühmter Künstlertreff am heutigen Breitscheidplatz – und an diese Tradition will man anknüpfen. Mit Petra van Laak ist eine Lesung geplant. Außerdem hat die 47-Jährige eine Reise nach New York mit Übernachtung im Waldorf-Astoria- Stammhaus gewonnen und darf sich in dessen Berliner Ableger an der „Signature Wall“ eintragen, die Unterschriften prominenter Gäste trägt.

Auf den zweiten Platz kam der Autor und Politikerberater Carsten Kluth mit seiner Kurzgeschichte „Das letzte Badezimmer“ über einen alternden Ehemann. Die auch für den Tagesspiegel tätige freie Journalistin und Schriftstellerin Wiebke Eden gelangte auf Platz drei mit ihrer Erzählung „Das Liebespaar“, in der es vor den Augen des Hotelpersonals und anderer Beobachter zu einer Trennung kommt. Das Waldorf-Astoria will ein Buch mit allen 15 Beiträgen herausgeben und im Romanischen Café auslegen.

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