Berliner Immobilien : So funktioniert der Liegenschaftsfonds

Der Fonds verkauft, die Politik kontrolliert: Rund 5500 Objekte fanden seit 2001 Käufer.

LIEGENSCHAFTSFONDS

Das Unternehmen wurde am 1. Januar 2001 gegründet und gehört dem Land Berlin. Die mehr als hundert Mitarbeiter kommen aus dem öffentlichen Dienst und der freien Wirtschaft. Geschäftsführer ist Holger Lippmann. Der Liegenschaftsfonds hat zurzeit mehr als 5000 kommunale Gewerbe- und Wohnimmobilien im Portfolio.

KONTROLLORGANE

Als Beteiligungsgesellschaft des Landes Berlin unterliegt der Liegenschaftsfonds öffentlicher Kontrolle. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist der Finanz-Staatssekretär Christian Sundermann. Weitere Staatssekretäre, Abgeordnete von Regierung und Opposition sowie Bezirksbürgermeister sitzen in dem Gremium. Unternehmensintern verfügt der Liegenschaftsfonds über eine Controlling-Abteilung.

VERKAUFSZAHLEN

Seit 2001 hat der Liegenschaftsfonds des Landes rund 5500 Kaufverträge abgeschlossen und 14 Millionen Quadratmeter Fläche verkauft. Der Erlös: rund zwei Milliarden Euro. Davon führte der Fonds rund 1,8 Milliarden Euro an den Landeshaushalt und 200 Millionen an die Bezirke ab. Mit den Verkäufen wurden laut Fonds etwa 7,7 Milliarden Euro Folgeinvestitionen in Berlin erzielt.

TRADITIONSOBJEKTE

Für die „Alte Fischerhütte“ in Zehlendorf fand der Fonds 2002 Käufer, die das Gebäude sanierten, ebenso zwei Jahre später für die Dahlemer „Eierschale“. Das ehemalige Hotel Unter den Linden an der Ecke Friedrichstraße wurde 2002 verkauft. Nach dem Abriss des Hotels entstand ein Wohn- und Geschäftshaus. 2005 kaufte Falk Walter mit einer Investorengruppe den Admiralspalast in der Friedrichstraße.

SPITZENPREIS

Der Fonds veräußerte zehn Liegenschaften mit einer Fläche von mehr als 100 000 Quadratmetern. Den höchsten Kaufpreis erzielte der Fonds mit 47 Millionen Euro durch den Verkauf des ehemaligen Stadions der Weltjugend an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

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