Berliner Piraten : Claus-Brunner entschuldigt sich für "Tittenbonus"

23.05.2012 21:36 Uhrvon
Der Pirat im Abgeordnetenhaus, Gerwald Claus-Brunner, hat sich für seine "Tittenbonus"-Äußerungen entschuldigt. Foto: dapd
Der Pirat im Abgeordnetenhaus, Gerwald Claus-Brunner, hat sich für seine "Tittenbonus"-Äußerungen entschuldigt. - Foto: dapd

Vor wenigen Tagen hat sich der Berliner Pirat Gerwald Claus-Brunner auf Twitter mit abfälligen Worten über die Frauenquote geäußert und einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Nun rudert er zurück.

Frauen, die für eine Frauenquote seien, wollten auch nur einen Posten mit "Tittenbonus" - mit diesen Tweet hatte Gerwald Claus-Brunner, Pirat im Berliner Abgeordnetenhaus, seine Meinung zum Thema Quote kundgetan. Beliebt machte er sich damit weder bei seinen Parteikolleginnen und -kollegen, noch außerhalb der Piratenkreise. Es folgte ein Shitstorm, eine Welle aus empörten Beiträgen auf Internet-Diensten wie Facebook und Twitter.

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Claus-Brunner hat die Frauenquote als "Tittenbonus" bezeichnet. Kann man bei dieser Wortwahl noch ein Auge zudrücken?

Nun hat Claus-Brunner den Rückwärtsgang eingelegt und sich für seine Äußerungen auf der Seite der Berliner Piratenfraktion entschuldigt. Er bezeichnete seine Aussagen auf Twitter als "unpassend" und den Ausdruck "Tittenbonus" als "sexistisch". Er wolle sich "bei jedem, den ich mit dieser Äußerung diskriminiert oder verletzt habe, in aller Form entschuldigen." Die Quotendiskussion sei "wichtig" und "richtungsweisend" und solle "sachlich und mit Rücksicht auf die Interessen und Gefühle Einzelner" geführt werden.

Claus-Brunners Tweet war nicht der erste Ausfall, den sich ein Mitglied der Piratenpartei leistete. Die Piraten waren vor wenigen Wochen in eine Debatte um rassistische, antisemitische und auch chauvinistische Ausfälle verstrickt, die unter anderem in einem Blog gesammelt werden. Vor allem mit der Abgrenzung gegen rechtsextreme Meinungen taten sich die Piraten zeitweise schwer, verabschiedeten schließlich aber auf ihrem Bundesparteitag einstimmig eine Resolution als Zeichen gegen Rechtsextremismus.

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