Berliner S-Bahn : Sanierung der Stadtbahn liegt im Plan

Die Arbeiten an den S-Bahngleisen zwischen Friedrichstraße und Bahnhof Zoo kommen gut voran. Bis 3. August sollen sie fertig sein.

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Schraub mal wieder. Obwohl zusätzlich 20 000 Dübel ausgetauscht werden müssen, sind die Arbeiter im Plan. Foto: dpa
Schraub mal wieder. Obwohl zusätzlich 20 000 Dübel ausgetauscht werden müssen, sind die Arbeiter im Plan.Foto: dpa

Der Fahrplan stimmt. Zumindest bei den Arbeiten an den S-Bahn-Gleisen auf der Ost-West-Stadtbahn, die deshalb seit 14. Juli zwischen den Stationen Friedrichstraße und Zoologischer Garten unterbrochen ist. Laufe alles weiter wie bisher, könnten die Arbeiten wie vorgesehen am 3. August abgeschlossen sein, sagte am Freitag ein Bahnsprecher. Freuen können sich die Fahrgäste trotzdem noch nicht. Denn die Sperrung des Abschnitts vom Ostbahnhof zur Friedrichstraße schließt sich nahtlos an und soll bis 25. August dauern. Rund 17 Millionen Euro kosten die gesamten Arbeiten.

Dabei werden 32 Kilometer Schienen und 2500 Tonnen Schallschlucker, die im Gleis liegen, ausgewechselt. Sie waren erst 1996 gelegt worden. Gewöhnlich halten sie etwa 25 Jahre. Auf der Stadtbahn mit ihren vielen und oft engen Kurven sind sie aber schneller am Ende, zumal auch der Verkehr sehr stark ist. Rund 600 S-Bahnen sind hier täglich unterwegs.

Während der Austausch der Schienen und Schallabsorber geplant war, müssen aber zusätzlich auch rund 20 000 Dübel, in denen die Befestigungsschrauben der Schienen verankert sind, erneuert werden, was ursprünglich nicht vorgesehen war. Doch bereits im Vorfeld der Arbeiten hatte sich gezeigt, dass auch die Befestigungen schneller verschlissen waren als erwartet. So musste auch mehr Zeit für die Arbeiten angesetzt werden.

Und dabei ist Handarbeit erforderlich; den Einsatz von Großbaumaschinen lässt die 1882 eröffnete Stadtbahntrasse nicht zu. Rund 70 Arbeiter schuften nach Angaben des Sprechers in drei Schichten rund um die Uhr auf der Großbaustelle. Nachts konzentriere man sich auf lärmarme Arbeiten.

Die alten Schienen wandern übrigens nicht in den Hochofen. Sie werden weiter genutzt – für Gleise mit wenig Verkehr, beispielsweise in Abstellanlagen, sagte der Sprecher.

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