Berliner Satire gegen Islamophobie : Mit fliegendem Teppich gegen die NPD

Der Datteltäter treibt sein Unwesen in Berlin: Auf einem Teppich reist er durch die Stadt und verteilt Datteln am Hermannplatz. Von wegen guter Heimflug: Guten Ramadan!

von und Helena Wittlich
Guten Heimflug? Guten Ramadan! Younes Al-Amayra auf seiner Reise mit dem fliegenden Teppich durch Berlin.
Guten Heimflug? Guten Ramadan! Younes Al-Amayra auf seiner Reise mit dem fliegenden Teppich durch Berlin.Foto: Screenshot

Guten Heimflug auf dem fliegenden Teppich? Während die NPD versucht, mit solch rassistischen Motiven Wahlkampf zu betreiben, drehen die "Datteltäter" den Spieß einfach um. In einem Video der Künstlergruppe sieht man zunächst das Wahlplakat der NPD, auf dem Menschen auf einem fliegenden Teppich mit der Überschrift "Guten Heimflug" zu sehen ist. Younes Al-Amayra, Mitglied der Datteltäter, schwebt heran, zückt sein Handy und ändert die Zeile in "Guten Ramadan". Dann beginnt seine Reise durch Berlin auf dem "fliegenden Teppich".

Die Datteltäter wollen mit ihren Youtube-Videos muslimische Satire machen und gegen Vorurteile kämpfen. Auf seinem Weg durch Berlin hält Al-Amayra ein Schild mit der Aufschrift "Happy Ramadan" und auf der Rückseite "Want a date" hoch. Dazu verteilt er Datteln, mit denen Muslime am Abend das Fastenbrechen feiern.

Seit einem Jahr sind die Datteltäter im Netz aktiv. In ihrem ersten Video „Mit ISIS ins Weekend-Feeling“ starteten sie einen Aufruf für mehr Humor und Satire. Im Fokus ihrer Arbeit steht der Umgang der Gesellschaft und der Medien in Deutschland mit dem Islam. Ein "Satire-Kalifat" und ein „Empörium zur zwanghaften Toleranz“ wollen sie errichten, um einen Gegenpol zu Fremdenfeindlichkeit sowie IS-Terror im Netz zu bilden.

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